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Bilanzanalyse, balance sheet analysis

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Eine Bilanzanalyse kann Aufschluss über die wirtschaftliche Entwicklung eines Unternehmens über einen gewissen Zeitraum, meist drei Jahre, geben.

Rechtlicher Hinweis:
1.) Für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit wird keine Gewähr übernommen
2.) Alle Texte und Excel Formeln wurden von mir selbst erstellt und unterliegen nicht dem Copyright Dritter.
3.) Die Texte und Tabellen enthalten nur Formeln, keine Macros.
4.) Die Nutzung der Excel Tabelle geschieht auf eigene Verantwortung; keine Haftung für evtl. auftretende Schäden an Ihrer EDV!
5.) Sie haben das nicht ausschließliche Recht die Tabelle uneingeschränkt, zeitlich unbefristet zu nutzen.

Zur Excel Tabelle Es wurden bereits Beispielzahlen eingegeben, um in den Formel Feldern die Fehlermeldung #Div0 zu vermeiden.

Die vorliegende Excel Tabelle Bilanzanalyse ist kompatibel mit:

- MS Excel (ab Version XP)
- Linux Libre Office
- Open Office (alle Versionen)
- Android WPA Office

Die Kennzahlen der Bilanzanalyse ergeben für den Unternehmer, Kreditoren und Gläubiger erst Sinn im Vergleich über mehrere Jahre hinweg, oder im Branchenvergleich. Hierdurch lässt sich die Entwicklung des Unternehmens beurteilen.

Allerdings lässt sich die Tabelle auch für eine unterjährige Bilanzanalyse des Unternehmens, z. Bsp. quartalsweise, nutzen.

Sinnvoll ist es auch die Zahlen mit aussagekräftigem Text näher zu erläutern.

Die Kennzahlen der Bilanzanalyse mit Formeln im Einzelnen kurz erklärt:

Wirtschaftlichkeit

Die Wirtschaftlichkeit ist ein allgemeines Maß für die Effizienz mit der ein Unternehmen gewirtschaftet hat.

Formel: Wirtschaftlichkeit = Ertrag / Aufwand

Unternehmerrentabilität

Die Unternehmerrentabilität, auch Eigenkapitalrentabilität bzw. Eigenkapitalrendite gibt Aufschluss über die Verzinsung des eingesetzten (eigenen) Kapitals.

Der Unternehmer hat die Möglichkeit die Rendite seines Unternehmens mit der Rendit unterschiedlicher Kapitalanlagen zu vergleichen.

Formel: Unternehmerrentabilität = (Gewinn / Eigenkapital) * 100

Unternehmungsrentabilität

Die Unternehmungsrentabilität, auch Unternehmensrentabilität oder Gesamtkapitalrentabilität gibt aufschluss über die Rendite (Effizienz) des gesamten eingesetzten Kapitals. Also Eigenkapital zuzüglich Fremdkapital abzüglich der Zinsen für das Fremdkapital.

Sowohl der Unternehmer, als auch Kreditoren und Gläubiger können die Rendite mit anderen Kapitalanlagen vergleichen.

Formel: Unternehmungsrentabilität = ((Gewinn + Fremdkapitalzinsen) / (Eigenkapital + Fremdkapital)) * 100

Arbeitsproduktivität

Die Arbeitsproduktivität ist im Grunde genommen eine volkswirtschaftliche Kennzahl. Allerdings gibt sie dem Unternehmer in der Betriebswirtschaftslehre aber auch Aufschluss darüber , welche Rendite er durch die eingesetzten Lohnkosten hatte.

Formel: Umsatzerlöse / Personalkosten

Lohnquote

Die Lohnquote gibt Aufschluss über die am anteiligen Kosten für das eingesetzte Personal am erwirtschafteten Umsatz.

Formel: Lohnquote = (Personalkosten / Umsatzerlöse) * 100

Kapitalproduktivität

Ebenso wie die Arbeitsproduktivität ist auch die Kapitalproduktivität eine volkswirtschaftliche Kennzahl. In der Bilanzanalyse lässt sich über die Kapitalproduktivität aber auch das Verhältnis zu eingesetztem Anlagevermögen und ermitteln.

So kann sich zeigen ob die Anschaffung z. Bsp. neuer Maschinen und dadurch gesteigertem Umsatz gelohnt hat.

Formel: Kapitalproduktivität = Umsatzerlöse / Anlagevermögen lt. Bilanz

Abschreibungsquote

Die Abschreibungsquote gibt Aufschluss über die prozentuale Höhe der Abschreibung und dadurch auch über die durchschnittliche Nutzungsdauer des Anlagevermögens.

Formel: Abschreibungsquote = (Abschreibung auf Sachanlagen / Anlagevermögen lt. Bilanz) * 100

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Über die Formel "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" lässt sich eine Aussage über die Außenstände im Verhältnis zum Umsatz treffen. So bringt eine Erhöhung des Umsatzes dem Unternehmen zunächst nichts, wenn sich gleichzeitig auch die Außenstände erhöhen.

Gerade in der heutigen Zeit sind Außenstände auch immer mit dem Risiko des Ausfalls behaftet.

Formel: (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen / Umsatzerlöse) * 100

Debitorenlaufzeit in Tagen

Gerade die Debitorenlaufzeit in Tagen gibt Aufschluss über die Zahlungsmoral der Kunden des Unternehmens, aber auch über die Qualität des Forderungsmanagements des Unternehmens.

Bei permanent steigender Debitorenlaufzeit z. Bsp. sollte der Unternehmer sein Forderungsmanagement überdenken und ggf. ändern.

Formel: (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (bzw. gegen Kunden) / (Umsatzerlöse + vereinnahmte USt)) * 360

Eigenkapitalquote

Die Eigenkapitalquote gibt Aufschluss über das Eigenkapital im Verhältnis zum Gesamtkapital des Unternehmens. So kann eine permanent sinkende Eigenkapitalquote ein erstes Anzeichen für die zukünftig drohende Überschuldung des Unternehmens sein.

Ebenso kann eine ständig steigende Eigenkapitalquote aber auch Anzeichen für die Gesundung eines Unternehmens sein.

Formel: Eigenkapitalquote = (Eigenkapital / Gesamtkapital) * 100

Fremdkapitalquote

Bei der Fremdkapitalquote verhält es sich genau umgekehrt zur Eigenkapitalquote.

Formel: (Fremdkapitalquote = Fremdkapital / Gesamtkapital) * 100

Anlagedeckungsgrad

Anlagedeckungsgrad A

Der Anlagedeckungsgrad A sagt aus in wie weit das Anlagevermögen durch Eigenkapital gedeckt ist.

Formel: Anlagedeckungsgrad A = (Eigenkapital / Anlagevermögen) * 100

Goldene Bilanzregen: Langfristiges Vermögen sollte langfristig finanziert sein.

Anlagedeckungsgrad B

Der Anlagedeckungsgrad B gibt Aufschluss in wie weit das Anlagevermögen durch langfristig gebundenes Kapital gedeckt ist.

In meinen Analysen lassen ich aber das gesamte Fremdkapital mit einfließen, weil sich hierdurch zeigt in wie weit das Anlagevermögen insgesamt durch gebundenes Kapital gedeckt ist.

Formel: Anlagedeckungsgrad B = ((Eigenkapital + Fremdkapital) / Anlagevermögen) * 100

Umlaufintensität

Die Umlaufintensität gibt Aufschluss über die Vermögensstruktur und lässt Schlüsse auf die Kapitalbindung und Kostenflexibilität zu.

Umlaufvermögen = Vorräte + Forderungen + Wertpapiere + Kasse + Bank

Je höher die liquiden Mittel desto flexibler kann das Unternehmen reagieren. Allerdings sollten die Mittel nicht überwiegend in Forderungen oder Vorräte gebunden sei. Auch hier können sich Warnsignale ergeben.

Formel: Umlaufintensität = (Umlaufvermögen / Gesamtvermögen) * 100

Working Capital Ratio 1

Die Working Capital Ration drückst aus, welcher Anteil der kurzfristigen Verbindlichkeiten durch Umlaufvermögen finanziert werden kann. Sie sollte immer über 100% liegen. Eine sich permanent verschlechternde Working Capital Ration 1 kann erstes Zeichen von drohenden Zahlungsschwierigkeiten sein.

Formel: Working Capital Ratio 1 = (Umlaufvermögen / Kurzfristige Verbindlichkeiten) * 100

Verhältnis Vorräte zu Gesamtvermögen

Ebenso ist das Verhältnis der Vorräte zum Gesamtvermögen wichtig. Es kann Aufschluss über auftretende Absatzschwierigkeiten sein wenn sich dieses Verhältnis erhöht. Eine andere Erklärung könnte sein, dass die Vorräte massiv aufgestockt wurden.

Formel: Verhältnis Vorräte zu Gesamtvermögen = (Vorräte / Gesamtvermögen) * 100

Liquidität des Unternehmens

Liquidität 1. Grades

Bei der Liquidität 1. Grades werden die liquiden Mittel eines Unternehmens mit den kurzfristigen Verbindlichkeiten in Verhältnis gesetzt. Ist das Ergebnis größer als 100% können alle kurzfristigen Verbindlichkeiten sofort aus den Barmitteln beglichen werden.

Eine kontinuierliche Erhöhung des Wertes kann bedeuten, dass entweder die Barmittel sich ständig erhöhen, oder dass die kurzfristigen Verbindlichkeiten (z. bsp. Kontokorrentlinie) stetig abgebaut wird.

Ebenso kann eine stetige Erniedrigung des Wertes aber auch ein erstes Alarmzeichen sein.

Liquide Mittel = Kasse und Bank

Formel: Liquidität 1. Grades = (Liquide Mittel / kurzfristige Verbindlichkeiten) * 100

Liquidität 2. Grades

Bei der Liquidität 2. Grades werden die liquiden Mittel noch um die kurzfristigen Forderungen ergänzt.

Die Liquidität 2. Grades ist in Hinblick auf Forderungsausfälle mit Vorsicht zu genießen! Solche Forderungsausfälle senken die Liquidität 2. Grades, deshalb kann eine permanente Absenkung des Liquidität 2. Grades auf ständige Forderungsausfälle bzw. Erhöhung eben dieser führen.

Das ist z. Bsp. bei Online Shops mit hohen Storno Quoten der Fall.

Formel: Liquidität 2. Grades = ((Liquide Mittel + Kurzfristige Forderungen) / Kurzfristige Verbindlichkeiten) * 100

Liquidität 3. Grades

Auch die Liquidität 3. Grades ist mit Vorsicht zu genießen. Hierbei werden zusätzlich noch die Vorräte in die Rechnung mit einbezogen. Nehmen wir als Beispiel wiederum einen Online Shop mit traditionell hohen Stornoquoten. Sollte es zusätzlich noch zu Absatzschwierigkeiten kommen dann kann das Unternehmen eine gefährliche Schieflage entstehen. Aber auch Billigkonkurrenten könnten das Unternehmen gefährden. Generell sagt man die Liquidität 3. Grades sollte nicht unter 120 % sinken.

Formel: Liquidität 3. Grades = ((Liquide Mittel + Kurzfristige Forderungen + Vorräte) / Kurzfristige Verbindlichkeiten) * 100

Verschuldungsgrad

Der Verschuldungsgrad spiegel das Verhältnis zwischen Eigenkapital und Fremdkapital wieder. Er muss nicht unbedingt ein Warnsignal sein. So hatten Kreditinstitute früher traditionell nur eine geringe Eigenkapitaldecke. Die Schuldenkrise hat aber gezeigt, dass dies unter Umständen gefährlich werden kann.

Formel: Verschuldungsgrad = (Fremdkapital / Eigenkapital) * 100

ROI / Return on Investment

Das ROI (Return on Investment) ist die Kapitalrentabilität und wird zur Ermittlung der erwirtschafteten Rendite des Unternehmens heran gezogen.

ROI = ((Gewinn / Umsatz) * (Umsatz / Gesamtkapital)) * 100