Muster Businessplan Bistro




Inhaltsverzeichnis:

1. Vorwort

2. Beschreibung des Existenzgründungsvorhabens

3. Unternehmensplanung / Zielgruppenanalyse

4. Persönliche Qualifikation

Investitionsvolumen

Umsatz- und Rentabilitätsplanung

Fazit

1. Vorwort

Die Erlebnis- und sog. Nischengastronomie liegt trotz Wirtschaftskrise voll im Trend. Dies liegt insbesondere am geänderten Freizeit- bzw. Konsumverhalten der Kunden.

Während früher die Eckkneipe gefragt war, so möchte der Kunde in der heutigen Zeit etwas erleben.

Hierbei zeichnen sich verschiedene Trends ab. Zum einen die sog. Erlebnisgastronomie, welche sich ständig neues einfallen lässt um Kunden zu gewinnen.

Andererseits gibt es aber auch die Nischengastronomie. Diease zielt auf ein Thema, welches konsequent über einen längeren Zeitraum durchgehalten wird.

Hierzu zählt beispielsweise auch ein Nostalgie-Cafe.

2. Beschreibung des Existenzgründungsvorhabens

Geplant ist ein Nostalgie Cafe mit gutbürgerlicher Küche.

Hierbei sollen verschiedene Ansätze zur Kundengewinnung verfolgt werden:

Der erste Schwerpunkt liegt in der sog. Laufkundschaft. Aufgrund der günstigen Lage des Cafe´s (Nähe .....) soll von morgens um 6.00 Uhr bis nachmittags um 16.00 Uhr ein normales Bistro mit Frühstück- und Mittagstisch angeboten werden.

Als zweiter Schwerpunkt soll das Bistro bzw. Cafe ausschließlich geschlossenen Gesellschaften dienen.

Hierbei ist insbesondere an folgende Feierlichkeiten gedacht:

- Familienfeiern jeder Art
- Betriebsfeiern jeder Art
- Vereinstreffen
- Seniorentreffen

3. Unternehmensplanung / Zielgruppenanalyse

Beim ersten Schwepunkt sollen die Berufstätigen aus der näheren Umgebung angesprochen werden. Hier denke ich aufgrund der günstigen lage insbesondere an Kraftfahrer und Außendienstler, aber auch an die Angestellten der Firmen im Industriegebiet und Berufspendler.

Diesen wird ein günstiger Frühstücks- und Mittagstisch (mit bezahlbaren Preisen) angeboten werden. Die Menüs sollen "einfach" und günstig, dabei aber auch schnell zuzubereiten sein. Als Beispiel sei hier Forelle blau mit Salzkartoffeln oder Calamares frittes mit Kartoffelsalat gedacht.

Diese Gerichte lassen sich bei entsprechender Vorbereitung innerhalb von 15 Minuten zubereiten, sind günstig im Einkauf und können im Verkauf auch günstig angeboten werden.

Daneben sollen verschiedene Schnitzelgerichte ständig auf dem Speiseplan stehen.

Die gesamte Speisekarte soll sich von dem Angebot der Pommes Frittes und Döner Buden abgrenzen und natürlich auch abheben, wobei sich ier insbesondere keine höheren Kosten für den Kunden ergeben. Das heißt, die Gerichte sind bei gehobener Qualität im gleichen Preissegment wie ein Schnellimbiss.

Der zweite Schwerpunkt zielt auf Feiern jeder Art ab. Hierbei sollen bevorzugt Buffets angeboten werden.

Je nach Kundschaft sind verschiedene Buffets im Angebot; von einfach bis exklusiv möglich.

4. Marketingstrategie

Um mich von den Mitbewerbern abzuheben biete ich in der normalen Öffnungszeit wie bereits erwähnt ein gehobenes Sortiment an Speisen zu gleichen Konditionen wie ein Schnellimbiss.

Beispiel Forelle blau:

Wareneinkauf:
- Fisch, 1,20 € je Stück (preis Gefriergut)
- Kartoffeln, 0,50 € je Portion
- Bohnen, 0,30 € je Portion
- Nachtisch, 0,15 € je Portion

Gesamt Einkaufspreis: 2,15 €

Beim Verkaufspreis wird hier mit dem 2,75 fachen gerechnet.

Verkaufspreis: 2,15 € X 2,75 = 5,91 € Verkaufspreis

Im Vergleich dazu kostet einmal Pommes mit Currywurst und Mayo auch 3,80 € oder ein Döner 3,50 €. Auch in diversen größeren Franchise Betrieben ist ein komplettes Menü nicht unter 5,50 € zu haben.

Der Mehrwert für den Gast liegt in der gehobenen Qualität der Speise und als weiteres wichtiges Marketingargument auch in der gesünderen Ernährung, welche ganz besonders hervorgehoben werden soll.

Ein weiterer Vorteil für den gast liegt in der gesamten Atmosphäre. Diese kann im Vergleich zu den Mitbewerbern als gehoben bewertet werden. Statt Selbstbedienung wird dem Gast das Essen serviert.

Bei den Feierlichkeiten soll der Umsatz nur über die verkauften Speisen und Getränke erfolgen. Der Saal wird im gegensatz zu den Mitbewerbern kostenfrei angeboten. Dies soll für Feierlichkeiten das stärkste Marketinginstrument sein.

5. Persönliche Qualifikation

Hier sollten ausführliche Informationen zu Ihrer persönlichen Qualifikation stehen.

Zum Beispiel:

Als Berufskraftfahrer sind mir die Essgewohnheiten von Außendienstler bestens bekannt.
Es muss einfach schnell gehen, aufgrund des Zeit- und Termindrucks.

Daneben war ich auch längere Zeit an einer Tankstelle im Service tätig.

Der Umgang mit Kunden und Gästen ist mir geläufig.

Als passionierter langjähriger Hobbykoch bin ich in der Lage einfache aber dennoch ansprechende
gutbürgerliche Speisen zuzubereiten, die weitaus ansprechender und gesünder sind als Pommer rot weiß.

Beispiele:

- Suppen
- alle Schnitzelgerichte (versch. Variationen)
- einfache Fischgerichte
- Eintöpfe (Erbseneintopf, Gulaschsuppe etc.)
- diverse Salatvariationen
- Nachspeisen

Z. Bsp. Ausbildung oder langjährige Tätigkeit in der Gastronomie.

6. Investitionsvolumen, Umsatz- und Rentabilitätsplanung

Unter diesem Punkt überlegen Sie sich welche Investitionen für Ihr Existenzgründungsvorhaben zu tätigen sind, welchen Umsatz Sie erwirtschaften möchten und wie Ihre Rentabilitätsplanung aussieht.

Überlegen Sie sich welche Fixkosten (Bsp. Pacht) und welche variablen Kosten (Bsp. Wareneinkauf) auf Sie zukommen.

Für erste Vorabplanungen steht Ihnen hier eine kleine Exceltabelle zur Verfügung.

Diese enthält nur Formeln und keine Makros. Sie ist mit Excel ab der Version XP und mit allen Open Office Versionen zu nutzen.

Tabelle Existenzgründung

Umsatzplanung, Businessplan Bistro

Umsatzplanung, Businessplan Bistro

Rentabilitätsvorschau, Businessplan Bistro

Zum Beispiel:

Hierbei ist zunächst zwischen den Fixkosten und den variablen Kosten zu unterscheiden.

Fixkosten sind unabhängig vom Umsatzvolumen und fallen monatlich bzw. pro Quartal an.
In der Rentabilitätsplanung werden auch quartalsweise anfallende Kosten auf den einzelnen Monat
umgerechnet (außer Abschreibung und Steuern).

Hierdurch lässt sich eine genauere Vorhersage zum monatlich erforderlichen Umsatz ableiten.

Fixkosten:
- Pacht
- Strom, Gas, Wasser,
- Telefon
- betriebliche Versicherungen
- Beiträge

Variable Kosten:
- Wareneinkauf
- Kfz Betriebskosten (nicht eigenes Fahrzeug, somit nur laufende Betriebskosten)
- Verbrauchsmaterial
- Personal kurzfristig beschäftigt (nur zeitweise für Feiern)

Berechnungen:

In der Gastronomie wird allgemein mit einem Aufschlag von 300% gerechnet.
Dieser lässt sich allerdings nicht immer realisieren, deshalb rechne ich mit einem Aufschlag von 275%.

Im Einkauf soll ein Gericht durchschnittlich nicht mehr als 2,00 € kosten.
Somit ergibt sich bei einem Aufschlag von 275% ein durchschnittlicher Verkaufspreis von 5,50 €.

Bei einer 6 Tage Woche will ich im ersten Jahr täglich in den „normalen“ Öffnungszeiten
25 Gerichte verkaufen. In den Folgejahren soll der Verkauf gesteigert werden.

Zu jeder Speise rechne ich zu den Öffnungszeiten des Bistro´s mit durchschnittlich
1,5 verkauften Getränken und bei einer Feier mit 2 verkauften Getränken zu jeder Speise.

Ein Getränk kostet im Verkauf ca. 1,80 € und im Einkauf ca. 0,60 €.

Außerdem wird pro Jahr ein Sicherheitspuffer von 6 Wochen für Urlaub und Krankheit einkalkuliert.

Somit ergibt sich hierfür folgende jährliche Einnahmesituation für das erste Jahr:

46 Wochen X 6 Tage = 276 Tage

25 Gerichte X 5,50 € = 137,50 € X 276 Tage = 37.950,00 € p.a.

Zusätzlich 2 Feiern p.m. mit je 15 Personen ergibt:

2 X 15 = 30 X 10,5 Wochen = 315 Personen p.a. X 5,50 € = 1.732,50 €

Getränke: 25 Gerichte X 1,5 Getränke = 37,5 Getränke pro Tag X 276 Tage = 10.350 Getränke p.a.

10.350 Getränke X 1,80 € = 18.630,00 € Bistro

315 Personen p.a. bei Feiern X 2 Getränke = 630 Getränke bei Feiern

630 Getränke X 1,80 € = 1.134,00 € bei Feiern

Gesamtumsatz im ersten Jahr =
37.950,00 € + 1.732,50 € + 18.630,00 € + 1.134,00 € = 59.446,50 €

Einnahmesituation für das zweite Jahr:

46 Wochen X 6 Tage = 276 Tage

30 Gerichte X 5,50 € = 165,00 € X 276 Tage = 45.540,00 € p.a.

Zusätzlich 4 Feiern p.m. mit je 15 Personen ergibt:

4 X 15 = 60 X 10,5 Wochen = 630 Personen p.a. X 5,50 € = 3.465,00 €

30 Gerichte täglich X 1,5 Getränke = 45 Getränke X 276 Tage = 12.420 Getränke p.a.

12.420 Getränke X 1,80 € = 22.356,00 € Bistro

630 Personen p.a. bei Feiern X 2 Getränke = 1.260 Getränke bei Feiern

1.260 Getränke X 1,80 € = 2.268,00 € Feiern

Gesamtumsatz im zweiten Jahr =
45.540,00 € + 3.960,00 € + 25.272,00 € + 2.592,00 € = 77.364,00 €

Einnahmesituation für das 3. Jahr

46 Wochen X 276 Tage = 276 Tage

33 Gerichte X 5,50 € = 181,50 € X 276 Tage = 50.094,00 € p.a.

Zusätzlich 5 Feiern p.m. mit je 15 Personen ergibt:

5 X 15 = 75 X 10,5 Wochen = 787,5 Personen p.a. X 5,50 € = 4.331,25 €

33 Gerichte X 1,5 Getränke = 49,5 Getränke täglich X 276 Tage =13.662 Getränke p.a.

13.662 Getränke X 1,80 € = 24.591,60 €

787,5 Personen bei Feiern X 2 Getränke = 1.575 Getränke

1.575 Getränke X 1,80 € = 2.835,00 €

Gesamtumsatz im dritten Jahr =
50.094,00 € + 4.331,25 € + 24.591,60 € + 2.835,00 € = 81.851,85 €

Variable Kosten Speisen im ersten Jahr:

25 Gerichte X 276 Tage = 13.800,00 €
zuzüglich 315 Gerichte jährlich bei Feiern ergibt 630,00 €

Gesamt Wareneinkauf Speisen 1. Jahr = 14.430,00 €

Variable Kosten Getränke im ersten Jahr:

10.350 + 630 = 10.980 Getränke X 0,60 € = 6.588,00 €

Gesamt Wareneinkauf Getränke 1. Jahr = 6.588,00 €

Personal für Feiern 1 Person X 24 AT p.a. X 100,00 € = 2.400,00 € inkl. Sozialabgaben

Variable Kosten Speisen im zweiten Jahr:

30 Gerichte X 276 Tage = 16.560,00 €

zuzüglich 1.260,00,00 €

Gesamt Wareneinkauf Speisen 2. Jahr: 20.160,00 €

Variable Kosten Getränke im 2. Jahr

12.420 + 1.260 = 13.680 Getränke X 0,60 € =8.208,00 €

Gesamt Wareneinkauf Getränke 2. Jahr 8.208,00 €

Personal 4.800,00 €

Variable Kosten Speisen im dritten Jahr:

33 Gerichte X 276 Tage = 18.216,00 €

zuzüglich 1.575 €

Gesamt Wareneinkauf Speisen 3. Jahr: 19.791,00 €

Variable Kosten Getränke im 3. Jahr

13.662 + 1.575 = 15.237 Getränke X 0,60 € =9.142,20 €

Gesamt Wareneinkauf Getränke 3. Jahr 9.142,00 €

Personal 6.000,00 €

Abschreibungen:

Töpfe / Pfannen, Geschirr, Essbesteck auf 10 Jahre:

2.700,00 € auf 10 Jahre = 270,00 € , Kleinteile = Sofortabschreibung.

Fazit

Aufgrund meiner Qualifikation und nicht zuletzt durch meine Diversifikation von den Mitbewerbern bin ich fest davon überzeugt mir mit dem Vorhaben eine langfristige Existenz aufzubauen.

Außerdem bin ich sehr von meinem Vorhaben überzeugt und verfüge über entsprechendes Durchhaltevermögen auch in schwierigen Situationen.

Auch habe ich sehr vorsichtig kalkuliert:

- Sicherheitspuffer für Urlaub und Krankheit
- Steigerung der variablen Kosten bei steigendem Umsatz



Ort, den .......


Unterschrift



* Meine Tätigkeit im Bereich der Buchhaltung beschränkt sich ausschließlich auf Tätigkeiten nach § 6 Nr. 1 StBerG bzw. § 2 Nr. 3 Satz 1 RDG (Datenanalysen und sachkundige Stellungnahmen), z. Bsp. zu Beantragung von KfW Fördermitteln oder Krediten der Hausbank. Sowie Tätigkeiten nach § 6 Nr. 4 StBerG (das Buchen laufender Geschäftsvorfälle sowie das Erstellen laufender Lohnabrechnungen).