Muster Businessplan Sicherheitsdienst


 

1. Vorwort

Der Bedarf an Sicherheitsfachkräften hat in den letzten Jahren stark zugenommen.

Dies liegt nicht nur an dem subjektiv gestiegenen Sicherheitsbedürfnis in der Bevölkerung, sondern auch an den ansteigenden Zahlen im Bereich von Eigentumsdelikten. So ist die Zahl der Tatverdächtigen im Raum Dortmund von 1999 bis im Jahre 2003 von 63.411 auf 74.636 Personen gestiegen. Allein der Bereich Straßenraub hat um +143% zugenommen.

Genaue Daten befinden sich im Anhang „Kriminalitätsentwicklung im Kriminal Polizeilichen Bereich KPB Dortmund“.

Aber auch bei vielen Ämtern ist durch neueste Entwicklungen ein erhöhter Bedarf an Sicherheitsfachleuten zu verzeichnen

2. Beschreibung des Existenzgründungsvorhabens

Ich beabsichtige mich im Bereich Sicherheitsdienste als Sicherheitsfachkraft selbständig zu machen.

Anfangs werde ich aufgrund meiner Berufserfahrung die Bereiche Einzelhandel und Gastronomie bevorzugen, da ich durch meine 4-jährige Tätigkeit in diesen Bereichen bereits über gute Kontakte verfüge und Aufträge bekommen kann.

Jedoch werde ich die Akquise auch in den Bereichen Personen- und Eigentumsschutz (Privatpersonen), sowie Begleitschutz ausdehnen.

Nach entsprechender Markteinführung meines Unternehmens beabsichtige ich den gesamten Bereich meiner Branche abzudecken.

Hierzu gehört insbesondere auch Einlasskontrolle, Wahrung des Hausfriedens, Schutz vor Diebstahl und Vandalismus.

3. Fachliche Qualifikation

Nach erfolgreicher Absolvierung des Lehrganges zur Sicherheitsfachkraft vom 9. Mai – 10. Oktober 2001 bei der Firma Elbe Protege habe ich in der Zeit vom 1, Oktober 2001 – 8. Oktober 2001 zusätzlich den Lehrgang und die Prüfung bei der IHK zu Dortmund erfolgreich absolviert.

Abschluss: Bescheinigung über die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO

Anschließend war ich von Dez. 2001 bis Juli 2004 bei der Firma SHS Security Münster als Sicherheitsfachkraft angestellt. Der Haupteinsatzort war Dortmund bei der Firma Douglas Parfümerie, allerdings war ich bei der Firma Douglas auch in weiteren Filialen eingesetzt.

Daneben war ich als geringfügig beschäftigter Arbeitnehmer auch als Sicherheitsfachkraft bei diversen Diskotheken angestellt. Zu meinen Hauptaufgaben gehörten die Einlasskontrolle sowie Wahrung des Hausfriedens:

- Diskothek Quo Vadis
- Diskothek Titus
- Kir Royal
- Club 69

Ein Zeugnis der Firma SHS liegt momentan noch nicht vor, ich kann es aber anfordern.

Da bei den Diskotheken inzwischen neue Betreiber sind ist es mir nicht möglich diese Zeugnisse bei zu bringen.

4. Markt- und Wettbewerbssituation

In Dortmund sind ca. 10 größere Diskotheken, drei renommierte Parfümerien (Douglas, Emedo, Pieper), sowie etliche kleinere Parfümerie- und Schmuckgeschäfte ansässig.

Zur besseren Markteinführung werde ich mich bei Kontaktaufnahme mit potentiellen Kunden zunächst auf Eventveranstaltungen oder saisonal bedingte Spitzenzeiten konzentrieren, da dann immer ein erhöhter Bedarf an zusätzlichen Sicherheitskräften besteht.

Weiterhin werde ich auch größere Messeveranstalter (Westfalenhallen Dortmund, Messe Essen u. Messe Düsseldorf) kontaktieren und mich über Hotels und Firmen an ausländische Geschäftsleute wenden. Als Zeitrahmen plane ich drei Jahre ein, da ich im ersten Jahr noch Zusatzqualifikationen wie z. Bsp. Personenbeförderungsschein und Waffenschein erwerben möchte.

Das zu schnelle Wachstum meines Unternehmens bzw. eine zu große Auftragsflut sehe ich eher als größeren Risikofaktor als ein zu geringes Auftragsvolumen. Allerdings kenne ich mich in meiner Branche sehr gut aus und verfüge über entsprechende Kontakte um Aufträge, die ich nicht erfüllen kann, an andere Sicherheitsfachkräfte weiter zu leiten. Dies soll einer Rufschädigung meines Unternehmens durch evtl. abgelehnte Aufträge vorbeugen.

In Dortmund gibt es ca. 34 größere Detekteien und ca. 16 kleinere Detekteien.

Gegenüber den größeren Detekteien habe ich den Vorteil, dass ich zunächst als Kleinunternehmer auf Kundenanfragen flexibler reagieren kann wobei durch meine kleinere organisatorische Betriebsstruktur auch ein Preisvorteil gegenüber meinen Mitbewerbern besteht.

Bei den kleineren Detekteien handelt es sich häufig um ehemalige Polizeibeamte welche schwerpunktmäßig einen anderen Bereich abdecken (überwiegend industrieller Bereich, Mitarbeiterüberwachung im Krankheitsfall, Überwachung im Privatbereich z. B. bei Scheidungsangelegenheiten).

5. Unternehmensplanung

Nutzen Sie für Ihre Berechnungen auch die Excel Tabelle. Die enthält nur Formeln und keine Makros. Sie kann mit Excel ab Version XP / 2000 und mit allen Open Office Versionen bearbeitet werden.

Tabelle Existenzgründung

Umsatzplanung, Businessplan Sicherheitsdienst

Rentabilitätsplan, Businessplan Sicherheitsdienst

6. Rechtsform des Unternehmens

Zunächst werde ich in der Rechtsform einer Einzelunternehmung starten. Nach Markteinführung würde ich aber relativ schnell (nach ca. einem Jahr) die Rechtsform einer GmbH anstreben, da die Haftungsrisiken hierbei begrenzt sind. Es ist allerdings noch offen, ob alleine oder mit einer weiteren Sicherheitsfachkraft als Partner.

7. Organisation

Als Einzelunternehmer muss ich mich ganz auf meine Tätigkeit beschränken und habe weder die Zeit noch das entsprechende Fachwissen zur Führung des kaufmännischen Bereiches. Dieser ist in der Form ausgelagert, dass eine flexible freiberuflich tätige Bürofachkraft die Korrespondenz; Fakturierung und vorbereitende Buchhaltung ab Januar übernimmt. Die Vereinbarung wird Anfangs so aussehen, dass bei nur geringem Arbeitsaufwand lediglich die tatsächlich erbrachte Leistung bezahlt werden muss. Bei größerem Arbeitsanfall kann ein entsprechender Monatsbetrag ausgehandelt werden.

Dies hat den Vorteil, dass keine Kosten anfallen wenn kein Schriftverkehr oder keine Buchungen fällig sind. Dennoch ist eine versierte kaufmännische Kraft jederzeit für mein Unternehmen abrufbar.

8. Fazit

Aufgrund des ganz allgemein sowie durch Statistiken belegten Trends zur Steigerung der Kriminalitätslage und einem daraus resultierenden vermehrten Sicherheitsbedürfnis sehe ich die Zukunft meiner Existenzgründung als langfristig gesichert an.






* Meine Tätigkeit im Bereich der Buchhaltung beschränkt sich ausschließlich auf Tätigkeiten nach § 6 Nr. 1 StBerG bzw. § 2 Nr. 3 Satz 1 RDG (Datenanalysen und sachkundige Stellungnahmen), z. Bsp. zu Beantragung von KfW Fördermitteln oder Krediten der Hausbank. Sowie Tätigkeiten nach § 6 Nr. 4 StBerG (das Buchen laufender Geschäftsvorfälle sowie das Erstellen laufender Lohnabrechnungen).