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Deepwater Horizon

Ein Fachartikel von Piero Zedda, Dortmund
Thema: Deepwater Horizon und die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft

Für die Richtigkeit und Vollständigkeit wird keine Gewähr übernommen!

Rechtlicher Hinweis: Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen stellen lediglich die Meinung des Autors dar. Sie sind keine Empfehlung für den Kauf oder Verkauf bestimmter Kapitalanlagen.

Erst recht spät nach dem Unglück der Deepwater Horizon kamen die Medien mit der Wahrheit ans Tageslicht und berichteten darüber, dass das Öl in den Meeren bis nach Europa kommen könnte.

Mit etwas klarem Menschenverstand und einer Weltkarte über Meeresströmungen hätte das jeder Hauptschüler schon nach wenigen Tagen gewusst.

Noch komplizierter wird es allerdings bei dem Unglück in Fukushima. Hier dürfen nicht nur die Meeresströmungen analysiert werden, sondern auch die globalen Windbewegungen.

Doch zurück zum Unglück der Deepwater Horizon.

Da haben wir zunächst den Floridastrom. Dieser zieht die Ostküste der USA hoch und vermischt sich mit dem Labradorstrom.

Zusätzlich vermischt er sich mit dem nordatlantischen Strom, sowie mit den Nord- und Südäquatorialströmen.

Das bedeutet im Klartext:

Das Öl könnte ebenso bis nach Nordeuropa gelangen wie auch bis zur gesamten Westküste Afrkas.

Zwar hat die Wissenschaft nur über die Oberflächenströmungen genauere Kenntnisse und nicht über die Meeresströmungen in der Tiefe; es ist aber davon auszugehen, dass ein Teil der tieferen Wassermassen mitgezogen wird.

Als weiterer Unsicherheitsfaktor können hier die Wirbelstürme genannt werden.

Es wird sich wohl kaum exakt nachweisen lasen, dass eine bestimmte Ölkonzentration im Meer vor Nordeuropa oder Westafrika von dem Öl aus genau dieser Quelle stammt. Dafür dürfte es im Meer zu sehr verwirbelt und mit anderem Öl vermengt werden.

Sollte die Konzentration vor Nordeuropa oder Westafrika so stark sein, dass sie die Fischbestände schädigt hat das negative Auswirkungen auf die Fischereiwirtschaft.

Insgesamt bedeutet das für Europa steigende Preise für alle Meeresfrüchte wie z. Bsp. Lachs, Hering, Heilbutt, etc.

Gerade beim Lachs dürften auch die auf offener See vorhandenen sog. Fischfarmen in Mitleidenschaft gezogen werden.

Für die Küste Westafrikas könnte das bedeuten, dass kleine Fischer ihre insgesamt schon schwere Existenz verlieren. Oftmals wird Piraterie dann als letzter Ausweg von diesen Menschen gesehen. Hier wird mit Langleinen von den Fischern hauptsächlich Thunfisch gefangen. Die größeren Fangflotten arbeiten mit Schleppnetzen und fangen verschiedene Fischarten, was die Existenz der örtlichen Fischer noch weiter gefährdet.

Mit nun einigen Jahren Abstand kann man sagen, dass sich die Entschädigungen im Verhältnis zum tatsächlichen Schaden in überschaubarem Rahmen bewegen.

Außerdem können die Entschädigungen durch BP fiskalisch abgesetzt und für den Konzern dadurch gemildert werden.

Bis zur heutigen Zeit (Aug. 2018) wurde darüber kaum noch berichtet.

Im Jahre 2010 von mir prognostizierte Preisanstiege von Rohöl der Sorte US-WTI können auf dieses Unglück nicht exakt zurück geführt werden, da Preisanstiege ab 2008 durch die Bankenkrise und EU-Staatenkrise verusacht worden sein könnten. Der ab 2012 einsetzende Preisverfall wiederum könnte auch durch Fracking Technologien verursacht worden sein.

Ebenso wurde in 2010 von mir prognostiziert, dass der US-Dollar unter Druck geraten könnte. Schaut man sich retrospektiv den Chart des US-Dollar an, so können hier ebenfalls keine Außergewöhnlichkeiten festgestellt werden.

Auch die Zinssätze für US Staatsanleihen zeigen entgegen meiner Prognose keine Auffälligkeiten. Im Gegenteil, die Zinsen sind seit 2014 kontinuierlich gesunken. Dies könnte aber auch auf Interventionen der FED zurück zu führen sein.

Ebenso zeigen die Charts der Aktienkurse für Rückversicherer wenige bis keine Auffälligkeiten. Allerdings soll hier noch erwähnt sein, dass z. Bsp. die Münchener Rück AG in 2010 für ihre Aktien ein Rückkaufprogramm von 2010 bis 2011 gestartet hat. Ebenso hat Warren Buffet just in 2010 sein Engagement bei der Münchener Rück ausgebaut (Quelle: munichre.com/de/ir/shares/activities/index.html).

Nach meiner persönlichen Einschätzung muss man alle Entwicklungen als gemeinsames Ganzes betrachten. Dabei können sehr wohl gewisse bereinigende Eingriffe wahrgenommen werden.