Startseite, Zedda

Vita Zedda

Zedda, Dortmund, Unternehmensberater

Kontakt Zedda

Termine Zedda

Impressum Zedda

 

Drake Gleichung, Seti-Suche, Fermi Paradoxon

Ein Fachartikel von Piero Zedda, Dortmund
Thema: Die Drake Gleichung ist ebenso wenig zielführend wie die SETI Suche

Das Fermi Paradoxon ist keineswegs ein Paradoxon, es beruht lediglich auf unserer unzulänglichen Suche nach extraterrestrischem Leben und falschen Grundlagen der Berechnung.

Doch der Reihe nach; beginnen wir zunächst einmal mit der Drake Gleichung.

Drake-Gleichung, SETI-Gleichung

Diese Gleichung dient zur hypothetischen Berechnung extraterrestrischer Zivilisationen im Universum.

Außer der Benennung der einzelnen Faktoren sollen diese selbst hier nicht im Einzelnen näher gebracht werden; der interessierte Leser kann sich eine genaue Ausarbeitung hierzu auf Wikipedia durchlesen.

Sie ist begonnen mit N als möglicher Anzahl extraterrestrischer Zivilisationen das Produkt aus:

1. ungefähre jährliche Sternenentstehungsrate
2. deren Anteil an Sternen mit Planetensystemen
3. ungefähre Anzahl Planeten in habitabler Zone
4. Anzahl Planeten mit Leben
5. Anteil Planeten mit intelligentem Leben
6. Planeten mit Zivilisationen die Interesse an Kommunikation hätten
7. und schlußendlich die Lebensdauer einer Zivilisation in Jahren

Diese Formel für sich alleine gesehen kann aber nicht zielführend sein, da sie lediglich auf mathematischen Annahmen beruht und diverse biologische Faktoren, auf denen Leben nun mal beruht, nicht berücksichtigt.

Auch wenn die Formel in den letzten Jahren von einigen Wissenschaftlern modifiziert wurde so bleibt dennoch das Grundproblem, dass etliche biologische Faktoren in der Formel nicht berücksichtigt werden.

Das Leben selbst lässt sich nicht so ohne weiteres in eine mathematische Formel pressen.

Nehmen wir als einfachsten, jedem Menschen halbwegs bekannten biologischen Faktor die Spezialisierung bzw. ökologische Nische einer Spezies.

So besetzt z. Bsp. auf der Erde jede Spezies eine ökologische Nische, an welche sie sehr gut angepasst ist.

Nach meinem Dafürhalten ist höhere Intelligenz nichts weiter als eine ökologische Nische.

Eine ökologische Nische ist also eine Anpassung an verschiedene Umweltbedingungen. Da jede Spezies eine andere ökologische Nische ausfüllt ist sicher gestellt, dass viele unterschiedliche Spezies nebeneinander her leben können ohne sich in permanentem Konkurrenzdruck zu befinden.

Erst mit einem gewissen Abstand voneinander kann es eine andere Spezies geben, die genau die gleiche ökologische Nische besetzt.

Würden beispielsweise zwei Spezies höherer Intelligenz zu dicht beieinander liegen, dann käme es langfristig mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Ausrottung einer der beiden durch die andere Spezies. Das beste Beispiel dafür dürfte die Zusammenkunft des Homo sapiens und Neandertaler sein. Dies endete mit dem Untergang des Neandertalers.

Doch auch bei einer Spezies von geringerer Intelligenz lässt sich eine große räumliche Trennung zwischen den einzelnen Arten feststellen.

Als Beispiel soll hier die Gattung der Krokodile genannt werden. Zwischen Alligatoren in Südamerika, Krokodilen in Afrika und dem Salzwasserkrokodil in Australien ist die räumliche Trennung ebenfalls so groß, dass sich diese Arten nicht begegnen.

Um solche Szenarien nach Möglichkeit zu verhindern hat die Natur es so eingerichtet, dass ökologische Nischen möglichst weit voneinander entfernt sind.

Anhand fremder, eingeschleppter Arten (Neozoen und Neophyten) konnte bisher auch festgestellt werden, dass diese für die heimische Natur meist zu deren Nachteil und nicht zum Vorteil war.

Es musss auch nicht immer nur eine körperlich oder geistig überlegene Spezies triumphieren; oft genügen einfachste andere Faktoren wie beispielweise Resistenz gegen Krankheiten oder geringe Veränderungen in der Verhaltensweise um eine Überlegenheit und damit zur Ausrottung der anderen Art beizutragen.

Betrachtet man die ökologische Nische der Intelligenz nun noch unter anderen biologischen Faktoren wie z. Bsp. sehr exotischen Lebensformen, die wir Menschen vielleicht gar nicht erkennen können dann wäre ein engeres Zusammenleben wohl möglich. Allerdings könnte der Mensch diese Lebensform nicht als solche erkennen und es gäbe zwar keinen Konkurrenzdruck, aber eben aufgrund dessen auch keine Kommunikation; diese wäre schlichtweg nicht möglich.

Betrachtet man nun noch die Tatsache, dass die Erde ein sehr junger Planet ist und dass eine Spezies, die zu interstellaren Reisen und interstellarer Kommunikation fähig wäre wesentlich älter und dementsprechend auch weiter fortgeschritten wäre als die Menschheit.

Solch eine Spezies hätte nur aus einem Grund Interesse an der Erde und zwar wenn deren eigener Heimatplanet von der Zerstörung durch kosmische Faktoren betroffen wäre.

Schließlich hätte die Menschheit, außer zu Forschungszwecken auch kein weiteres Interesse an einem anderen Planeten. Das Thema Überbevölkerung soll hier mal außer Acht gelassen werden, da eine höhere Zivilisation keineswegs weit entfernte Planeten besiedeln müsste um diesem Problem zu begegnen. Alles was man zum Überleben braucht lässt sich aus der "näheren" Umgebung z. Bsp. bis zu einem Radius von einigen Lichtjahren gewinnen.

Stellen wir uns mal vor Menschen würden auf einen anderen Planeten kommen, der von recht primitivem Leben bewohnt ist. Wir würden dieses Leben zwar studieren, hätten aber sicherlich kein Interesse an einer weitergehenden Kommunikation. Das lässt sich auch auf der Erde beobachten. Wir studieren zwar höhere Lebewesen wie beispielsweise Primaten, kämen aber nicht auf die Idee einer permanenten geregelten Kommunikation mit Schimpansen.

Nun betrachten wir einfach mal die SETI Suche nach außerirdischer Intelligenz.

SETI sucht mit Radioteleskopen den Weltraum nach Signalen außerirdischer Intelligenzen ab, wobei die Suche auf der Annahme beruht, dass Außerirdische mit den gleichen Mitteln kommunizieren wie wir selbst. Das ist meiner Meinung nach aber unnütz und Zeitverschwendung, zumal die Erde ein sehr junger Planet, wir in interstellarem Maßstab eine sehr junge Spezies sind und unsere Technologie dementsprechend nicht sehr weit fortgeschritten ist.

So kennen die Leute bei SETI natürlich auch die Schwierigkeiten bei der Suche nach einem solchen Signal, da es im Weltraum von etlichen Störquellen abgelenkt oder zerstört werden könnte. Auch sind solche Signale schlichtweg zu schwach um über solch weite Distanzen noch wahrgenommen zu werden.

Allerdings liegt der Fehler bei dieser Suche bereits in der Grundannahme, dass Außerirdische mit den gleichen Technologien kommunizieren würden wie wir. Zumal die Menschheit aktuell nicht wirklich zu interstellaren Reisen fähig ist.

Eine Zivilisation, die zu interstellaren Reisen fähig wäre würde mit Sicherheit nicht eine solch primitive Technik zur Kommunikation nutzen, da diese nicht bei interstellaren Reisen funktioniert.

Eine Zivilisation, die zu interstellaren Reisen fähig wäre würde sich durch Krümmung des Raums und somit schneller als mit Lichtgeschwindigkeit fortbewegen. Da der Empfänger des Signals sich also schneller fortbewegen würde als das Signal selbst würde dieses den Empfänger gar nicht erreichen können.

Als einzige uns bekannte Möglichkeit der Kommunikation bliebe also nur die Quantenverschränken, zu welcher die Menschheit nach dem heutigen Stand der Technik aber noch gar nicht in der Lage ist.

Doch selbst wenn wir irgendwann mal in der Lage wären nutzbare Quantencomputer zu entwickeln könnten solche Signale auch nicht so ohne weiteres abgehört werden, da man natürlich wissen müsste wie die Quanten verschränkt wurden.

Exotische Formen der Kommunikation wie beispielsweise Gedankenübertragung sollen hier nicht Gegenstand der Betrachtung sein, wobei auch solche Möglichkeiten bestehen würden sofern eine Spezies in der Lage wäre ihr Hirn effektiver zu nutzen als der Mensch.

Aber auch die Astronomie mit den modernsten und besten Teleskopen ist bei der Suche nach extraterrestrischer Intelligenz nicht gerade hilfreich, da wir mit den Teleskopen nur in die Vergangenheit schauen können.

Nehmen wir einmal an wir beobachten ein Sternensystem, das 10 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt ist. Was sehen wir? Ja genau es ist das Sternensystem wie es vor 10 Milliarden Lichtjahren aussah. Und wenn man nun bedenkt, dass unsere Spezies der Homo Sapiens nur kanpp über 300.000 Jahre alt ist dann könnte eine extraterrstrische Intelligenz die 10 Milliarden Lichtjahre von uns entfernt ist und ebenfalls mit Teleskopen das Weltall absucht auch noch gar nichts von unserer Existenz wissen; geschweige denn unseren Planeten sehen, da er vor 10 Milliarden Lichtjahren noch gar nicht existierte . Sie würden also noch nicht einmal die Erde sehen, da diese erst ca. 4,6 Milliarden Jahre alt ist. Eine Spezies in ca. 5 Milliarden Lichtjahren Entfernung würde mit ihren Teleskopen gerade mal die Entstehung unseres Sonnensystems sehen.

Wir schauen mit unseren Teleskopen also immer nur in die Vergangenheit und nicht in das Jetzt. Würden wir beispielsweise einen Planeten in 10 Milliarden Lichtjahren entdecken und anhand der chemischen Zusammensetzung seiner Atmosphäre feststellen, dass dort Leben existieren müsste dann heißt das noch lange nicht dass es zum jetzigen Zeitpunkt immer noch existiert.

Alleine an diesen wenigen Faktoren erkennt man bereits, dass selbst wenn es im Weltraum von intelligentem Leben nur so wimmeln würde wir nach dem heutigen Stand der Technik gar nicht in der Lage wären mit einer außerirdischen Intelligenz zu kommunizieren.

Fazit:

Stellen wir uns einfach mal bildlich vor die Indianer früher hätten durch Wellenbewegeungen zwar messen können, dass es weit draußen im Ozean irgendwo Land gibt und dieses Australien genannt. Sie hätten es weder sehen noch richtig vermessen können aber gwusst, dass es dort ist (auf diesem Stand ist die heutige Wissenschaft). Nun kommen einige schlaue Indianer daher, geben Rauchzeichen und wundern sich warum von dort niemand antwortet (genau das macht SETI).

Dann kommt ein Indianer, nennen wir ihn mal Fermi und sagt; wenn es da draußen im Ozean nur so von anderem Land und höherem Leben wimmelt, warum haben wir es dann noch nicht gefunden. Das ist das Fermi Paradoxon.

Wir sind schlichtweg nicht weit genug entwickelt um extraterrestrisches Leben entdecken zu können!