Fakten zum Klimawandel



Ist der Mensch Schuld am Klimawandel?
Nein

Wird der Klimawandel durch die Menschheit beschleunigt?
Wahrscheinlich

Ist der CO2 Ausstoß daran Schuld?
Nein bis wahrscheinlich

Wechsel von Warmzeiten und Eiszeiten auf der Erde

Nachdem oben stehende Fragen recht kurz und zum Teil provokant beantwortet wurden sollten wir uns nun den wissenschaftlichen Fakten zuwenden.

Die Erde ist ein geologisch und klimatisch hoch aktiver Planet und hat seit ihrem Bestehen bereits etliche Klmaveränderungen in Form von Warmzeiten und Eiszeiten mitgemacht.

Beinflusst wird der Wechsel von Warmzeiten und Eiszeiten unter anderem von der Kontinentaldrift, den Meeresströmungen aber auch den vulkanischen Aktivitäten. Dies sind die wichtigsten irdischen Faktoren von Klimaveränderungen.

Zusätzlich sind Klimaveränderungen noch von kosmischen Faktoren abhängig. Hier sind insbesondere die Sonnenaktivitäten, aber auch die Konstellation des Mondes (Gravitationskräfte) zur Erde (siehe Ebbe und Flut) sowie die Planetenkonstellationen in unserem Sonnensystem zu nennen. Ebenso können Asteroideneinschläge (auch kleinere) zu weltweiten Klimaveränderungen führen.

Betrachtet man nun die Wechsel zwischen Warmzeiten und Eiszeiten dann erkennt man, dass auf der Erde die Dauer der Warmzeiten überwiegt. Dies sind Zeiten, in denen die Erde komplett eisfrei (auch die Polkappen) war.

Selbst der Tagesspiegel titelte am 28.07.2017 "Auf der Erde war es meist eher heiß als kalt".

Ebenso kann der interessierte Leser sich auf einigen wissenschaftlichen Seiten näher dazu informieren.

- Vegetationsökologie TU Berlin
- Planet-Schule: Natürliche Klimaveränderungen

Wie wir also sehen, war die Erde seit ihrem Bestehen die meiste Zeit eisfrei und der Mensch ist am Klimawandel selbt keineswegs Schuld.

Einfluss des Menschen auf den Klimawandel

Das soll natürlich nicht heißen, dass der Mensch überhaupt keinen Einfluss auf die Klimaveränderung hat.

Zu Beginn der Antike gab es auf der Erde überwiegend Urwälder. So waren Nordamerika ebenso wie Europa aber auch Südamerika und Asien mit Urwäldern übersät.

Diese waren in der Lage den größten Teil des CO2 aus der Luft aufzunehmen. Auch waren die vulkanischen Aktivitäten in der Erdvergangenheit um ein Vielfaches höher als heute, wodurch wesentlich mehr klimaschädliche Substanzen in die Luft gelangten als der Mensch mit seinen Transportmitteln (Autos, Schiffe Fluzeuge) je in der Lage wäre. All dies wurde aber durch Wälder kompensiert.

Und für alle die es nicht verstehen: Ja Pflanzen benötigen für ihr Wachstum CO2!

Heute findet man in Europa und Nordamerika nur noch eine Handvoll echter Urwälder. Doch auch in Südamerika und Asien werden jährlich exorbitant große Urwaldflächen vernichtet.

Der Erde wird somit ihre "grüne Lunge" als wichtigsten Faktor der Klimaregulation entzogen.

Seit der Homo sapiens begann seßhaft zu werden hat er also weltweit mehr als 50% der Wälder vernichtet.

Hierdurch dürfte die CO2 Filterfunktion unserers weltweiten Ökosystems sehr wohl beeinträchtigt sein.

Da unsere Polkappen momentan noch eisbedeckt sind können wir davon ausgehen zur Zeit noch in einer kleinen Eiszeit zu leben, welche dabei ist auszuklingen.

Aufgrund des Abholzens derart großer Waldflächen innerhalb der letzten 3.000 Jahre kann ebenfalls davon ausgegangen werden, dass der Mensch den Wandel von einer Eiszeit zur Warmzeit durchaus beschleunigt.

Der ökologische Fußabdruck des Menschen

Im vorangegengenen Abschnitt habe ich erläutert, dass der Mensch seit mehr als 3.000 Jahren weltweit massiv Urwälder vernichtet hat.

Die Katastrophe begann also nicht erst mit der industriellen Revolution.

Zuerst die Griechen und danach die Römer benötigten das Holz für ihre Galeeren, aber auch für Befestigungsanlagen.

Später waren es die Seemächte England und Spanien aber auch Holland, die exorbitant viel Holz für den Schiffsbau benötigten.

In der zweiten Häfte des 18. Jahrhunderts (also ca. ab 1750) begann die industrielle Revolution. Ab diesem Zeitpunkt hat der Mensch zusätzlich alle in der Erde gebundenen CO2-haltigen Ressourcen genutzt. Hier sind insbesondere zuerst Kohle und anschließend Erdöl zu nennen.

Damit hat der Mensch innerhalb von ca. 250 Jahren in der Erde gebundenes CO2, für deren Bindung die Erde Jahrmillionen brauchte, freigesetzt.

Da es aus dieser Zeit keine Aufzeichnungen über den CO2 Gehalt der Luft und auch keine Aufzeichnungen über Meerestemperaturen bzw. deren ph-Wert gibt kann hier nur geschätzt werden in welchem Ausmaß der Mensch die Umwelt geschädigt hat.

Auch haben die Ozeane eine enorme Pufferwirkung, indem sie Temperaturen ausgleichen können. Hierzu gibt es ebenfalls keine verlässlichen Aufzeichnungen.

Die Versäuerung der Meere dürfte aber als Fakt angesehen werden. Ebenso kann man davon ausgehen, dass der natürliche Klimawandel durch das Einbringen derart hoher Mengen des ehemals gebundenen CO2 selbstverständlich durch den Menschen beschleunigt wird.

Fakt ist, wir wissen mehr über die Mondoberfläche als über unsere Ozeane.

Ist Klimaschutz möglich?

Die Berechnungen von Wettervorhersagen gehören zu den kompliziertesten Berechnungen überhaupt.

Hierfür werden die leistungsfähigsten Rechner die es weltweit gibt benötigt. Und dabei geht es nur um Wettervorhersagen für einige Tage, die zudem noch recht ungenau sind. So nutzt z. Bsp. das schweizerische Wetterinstitut einen Superrechner mit 5.000 Rechenkernen.

Auch sind noch nicht alle Faktoren die das Wetter beeinflussen abschließend erforscht.

Wie kann man also etwas "schützen" von dem man nicht genau weiß wie es funktioniert?

Die Reduzierung des CO" Ausstoßes ist natürlich ein guter Anfang. Allerdigs kann vor massivem Terraforming zum jetzigen Zeitpunkt nur gewarnt werden, da das auch ins Gegenteil ausarten kann und wir eine neue "Eiszeit" mit unabsehbaren Folgen heraufbeschwören würden.

Soziale und politische Dimension des Klimawandels

Um die erste soziale Dimension des Klimawandels zu erfassen müssen wir in der Zeit weit zurück gehen.

Die erste soziale Komponente lässt sich am "Aussterben" des Neandertalers sehen. Durch Klimaveränderungen machte sich der Homo sapiens aus Afrika kommend auf den Weg Richtung Norden.

Man kann davon ausgehen, dass es überwiegend junge, kräftige Männer waren die sich diesem hoch gefährlichen und äußerst beschwerlichen Abenteuer stellten. Alte, kranke und schwache Individuen wie beispielsweise auch Kinder hätten nur sehr geringe Überlebenschancen gehabt.

Diejenigen Individuen des Homo sapiens, die es bis nach Europa schafften kann man also im positiven Sinne als die absolute Spitze der darwinschen Auslese betrachten.

Sie waren kräftig, wehrfähig und aggressiv genug um allen Gefahren zu trotzen.

In Europa trafen sie auf den Neandertaler, der diesen Kontinent bereits seit Jahrtausenden bewohnte.

Es trafen also hoch aggressive und durchsetzungsfähige Individuen auf eine Spezies, die nicht nur aus wehrfähigen Personen bestand sondern auch aus Frauen, Kindern, Alten und Kranken. Diesen schwächeren Individuen war die Polulation der männlichen Neandertaler moralisch verpflichtet um für deren Schutz zu sorgen. Dadurch konnten sie nicht so frei agieren wie der einfallende Homo sapiens.

Der Ausgang der Geschichte ist allgemein bekannt. Der Neandertaler wurde "vernichtet". Allerdings trägt der moderne Europäer (dazu zählen auch weiße Amerikaner) immer noch ca. 0,5% bis 2% Neandertalergene in sich. Menschen aus der Subsaharazone tragen diese Gene nicht in sich. Sie sind reine Homo sapiens; sofern man eventuelle Vermischungen mit anderen ebenfalls in dieser Region beheimateten Hominiden ausser Acht lässt.

Hierbei handelt es sich allerdings um mitochondriale DNA. Diese wird nur von der Mutter an ihre Nachkommen weiter gegeben. Es kam also zu einer Vermischung weiblicher Neandertaler mit männlichen Homo sapiens. Gleichzeitig dürften in Auseinandersetzungen etliche männliche Neandertaler ihr Leben verloren haben. Das Schicksal des Neandertalers war damit besiegelt.

Dies ist somit die erste soziale Komponente von Klimaveränderungen auf die Menschheit.

Dass es in Asien zu weiteren Vermischungen hominider Arten wie beispielsweise dem Denisova Menschen kam soll hier nicht Gegenstand der Betrachtung sein.

Eine zweite durch einen Klimawandel verursachte soziale Komponente kann man im frühen Mittelalter sehen.

Während der erste Kreuzzug noch als Notwehr gegen die expansive Ausbreitung des Islam gesehen werden kann, waren der zweite und dritte Kreuzzug durchaus politisch bedingt.

Damals herrschte in weiten Teilen Europas eine zunehmende Kaltphase der Eiszeit, in welcher wir uns befinden. Es gab Missernten und die große Zahl der Bevölkerung konnte nicht mehr ernährt werden.

Um sich dieser Menschen, die nicht mehr ernährt werden konnten zu entledigen wurde kurzerhanden der nächste Kreuzzug ausgerufen. Hier ist insbesondere der "Kreuzzug der Kinder" zu nennen. Dadurch schrumpfte die Bevölkerung Europas auf ein erträgliches, zu ernährendes Maß. Die meisten Menschen, die sich auf den Weg machten starben eh.

Dies hat Auswirkungen im Zusammenleben der Menschen christlichen und islamischen Glaubens bis in die heutige Zeit.

Die politische Dimension des Klimawandels dürfte ebenfalls jedem klar sein.

Ca. 75% der Erde ist von Ozeanen bedeckt. Das heißt im Umkehrschluss, dass nur 25% Landmasse vorhanden sind. Hiervon ist wiederum nur ein geringer Teil für den Menschen nutzbar. Ein großer Teil besteht aus Wüsten oder unwirtlichen Gebirgsregionen.

Aufgrund des Klimawandels verringert sich durch den Anstieg des Meeresspiegels und Wüstenbildung die für den Menschen nutzbare Fläche weiter. Gleichzeitig vermehrt sich die Menschheit weiterhin in ransantem Tempo.

Dies dürfte in naher Zukunft zu ungeahnten Migrationsbewegungen führen, durch die etliche Länder massiv destabilisiert werden.

Auch wird es mit großer Wahrscheinlichkeit zu kriegerischen Auseinandesetzungen um die knapperen Ressourcen kommen.

Lösungsmöglichkeiten:

Mit dem Stand der heutigen Technik ist die Menschheit noch nicht wirklich zu derart massivem Terraforming fähig. Dies wäre aber die einzige Möglichkeit den Klimawandel hinaus zu zögern oder den jetzigen Status Quo des Klimas zu halten.

Da wie bereits mehrfach erwähnt zu viele Waldflächen verloren gegangen sind müsste das CO2 künstlich aus der Atmosphäre entfernt werden. Würde zu viel entfernt beeinträchtigt das wiederum das Pflanzenwachstum und die Erde könnte sich derart abkühlen, dass der gegenteilige Effekt entstünde.

Als weitere Lösungsmöglichkeit bieten sich Wohngebäude, auf deren Dächern Sträucher und Büsche angepflanzt werden. In jüngster Zeit gab es etliche Architekten, die solche Konzepte durchdacht haben.

Ein weiterer Faktor an den angesetzt werden muss ist der Stromverbrauch durch das Internet. Bereits heute zählt das Internet zu einem der größten "Klimakiller". Durch das sog. Internet der Dinge, 5G und autonomes Fahren dürfte der Stromverbrauch noch weiter ansteigen.

Bericht des SWR zum Thema "Wie viel Energie braucht das Internet"

Bericht Wolfsburger Allgemeine Thema: Klimakiller Internet

Bericht ETH Zürich, Thema: Wie viel Strom braucht das Internet

Diesen Stromverbrauch zu reduzieren muss eines der vorrangigsten Ziele sein.

Ebenso ist die Umweltverschmutzung durch die Herstellung von Batterien für E-Mobilität, aber auch der Abbau seltener Erden zur Herstellung von Smartphones ein sehr großes Problem. Hierfür müssen seitens der Wissenschaftler ebenso neue Lösungswege gefunden werden.

Bericht reset.org, Thema: Umweltproblem Mobiltelefon

Bericht heise online, Thema: Umweltproblem Smartphone

Bericht next.mobility Thema: Öko-Bilanz von E-Autos

Auch in der Lebensmittelherstellung sind die "Kosten" der Umweltverschmutzung bisher nicht eingepreist. Hier gilt es auch neue Wege zu beschreiten und zu mehr Nachhaltigkeit in der Lebensmittelproduktion zu kommen.

Ausarbeitung der Verbraucherzentrale Bundesverband, Thema Lebensmittel und ihre Umweltauswirkungen

Gerade in der Lebensmittelherstellung gibt es alternative Möglichkeiten wie z. Bsp. auch Insekten als Nahrung zu verarbeiten und so den Bedarf an tierischem Protein zu decken.

Ebenso ist unser gesamtes Konsumverhalten zu überdenken. Wenn man alleine nur an den Irrsinn mit den Kaffee Kapseln aus Aluminium denkt, dann sieht man schon an diesem kleinen Beispiel wie wir mit den Ressourcen unseres Planeten umgehen.

Stichwort Plastikmüll

Alles was aus Erdöl hergestellt wird wie z. Bsp. Plastik oder Autoreifen kann auch wieder zu Erdöl werden.

Das Problem dabei ist der hohe benötigte Druck und die Energiekosten bzw. der damit verbundene hohe Preis. Wenn es gelingt dies mit alternativen Energien zu bewerkstelligen und alle Produkte aus Erdöl (jegliches Plastik, Autoreifen etc.) ca. doppelt so teuer wären, dann würde sich das Ganze rechnen.

Autoreifen müssten natürlich erst gesschreddert werden und dann muss der Metallanteil herausgefiltert werden.

Fazit

Wir müssen ganz neue Wege gehen und radikal umdenken um die Menschheit vor dem Kollaps zu retten.

Nur wenn wir massiv aufforsten lässt sich der Klimawandel ein klein wenig hinauszögern. Unumgänglich ist er aber leider nicht.

Notfallrefugien für einen Teil der Menschen sind unbedingt zu errichten. Hier kann man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Würden diese Notfallrefugien für ca. 5 - 10% der Menschen (im worst case mehr zu retten wäre kaum möglich) z. Bsp. in Gegenden wie der Atacama Wüste, dem Himalaya Gebirge, den Anden oder Rocky Mountains errichtet, so wäre dies gleichzeitig auch eine gute "Übung" zur Besiedlung anderer Planeten.

Die größte Problematik dabei: Wer bestimmt welche Menschen dort im Falle eines Falles Unterschlupf finden dürften.

Um die menschliche Diversifikation und unseren Genpool nicht zu gefährden müssten aus allen Ethnien Menschen ausgesucht werden. Es sollten aber nicht nur Wissenschaftler, sondern auch wehrhafte Menschen sein, die körperliche Arbeit gewohnt sind sein.

Auf Spitzbergen gibt es im Eis eine Gendatenbank für Pflanzen. Sinvoll wäre es, eine Gendatenbank für nahezu alle Lebenwesen zu erstellen. Sollte es zu einem endgültigen Klimawandel und totaler Eisschmelze kommen wäre die Datenbank auf Spitzbergen natürlich gefährdet. Sinnvoller wäre es also eine solche Datenbank auf dem Mond zu errichten. Die Kälte dort ist vorhanden, allerdings müsste ein effektiver Strahlenschutz erbaut werden.

Natürlich können wir nicht wissen wie viel Zeit uns noch bleibt. Es könnten 50, 100 oder vielleicht auch 200 jahre sein. Dass es zur Klimakatastrophe kommt ist meiner Meinung nach allerdings unausweichlich.

Der einzige Vorteil einer Klimakatastrophe liegt darin, dass sich die Menschheit in der Vergangenheit bisher immer nur durch klimatische Veränderungen oder enorme Katastrophen weiter entwickelt hat.

Schlusswort

Ein heutiger Mensch würde die Welt in 100.000 Jahren wohl ebenso wenig wieder erkennen als wenn man einen Neandertaler in eine moderne Großstadt bringt.

Der momentan größte Fehler besteht darin, dass wir diese hoch komplexen Themen zu sehr emotional und ideologisch angehen statt neutral, objektiv und wissenschaftlich.







* Meine Tätigkeit im Bereich der Buchhaltung beschränkt sich ausschließlich auf Tätigkeiten nach § 6 Nr. 1 StBerG bzw. § 2 Nr. 3 Satz 1 RDG (Datenanalysen und sachkundige Stellungnahmen)
Z. B. zur Beantragung von KfW Fördermitteln oder Krediten der Hausbank.
Sowie Tätigkeiten nach § 6 Nr. 4 StBerG (das Buchen laufender Geschäftsvorfälle sowie das Erstellen laufender Lohnabrechnungen).