Der MSCI Index / Eine kurze Einführung




Nationale Aktienindizes wie z. B. der DAX in Deutschland, der FTSE in England oder der CAC-40 in Frankreich spiegeln die Entwicklung der Aktienmärkte einzelner Länder wider, bzw. sind branchen­ und länderspezifisch zu sehen. Sie unterscheiden sich häufig in:

- ihren Berechnungsmethoden
- der Gewichtung der einbezogenen Aktien
- der Art und Weise der Bereinigung von Dividendenzahlungen, Kapitalerhöhungen usw.
- dem Grad, mit dem sie die jeweiligen Aktienmärkte repräsentieren, also der Anzahl der einbezogenen Aktien und der Auswahl der Branchen

Dadurch wird ein direkter Vergleich der Aktienmarktentwicklung verschiedener Länder anhand von Indizes erschwert.

Dafür gibt es seit 1986 die MSCI-Indizes (Morgan Stanley International-Indizes).

Sie basieren auf der Indexformel von Laspeyres und werden um Dividendenzahlungen, Kapitalerhöhungen usw. bereinigt. Die Aktien für die entsprechenden MSCI-Indizes werden so ausgewählt, dass:

- sie die jeweiligen Marktstrukturen – z. B. die des Aktienmarktes eines einzelnen Landes oder die des Welt-Aktienmarktes – angemessen repräsentieren,
- ungefähr 60% des Börsenkapitals erfassen,
- sowohl Unternehmen mit geringer und mittlerer, als auch Gesellschaften mit hoher Börsenkapitali­sierung berücksichtigen und
- nur dem Zweck des Indexes entsprechende Aktien
– bei einem Branchenindex „Chemie“ z. B. werden nur Unternehmen der chemischen Industrie – aufgenommen.

Der MSCI Index wird börsentäglich veröffentlicht. Er basiert auf 1470 Aktienkursen aus 20 Ländern und repräsentiert wie bereits gesagt 60% der Börsenkapitalisierung dieser Länder.

Der MSCI-Index wird als Weltindex sowie in Form regionaler Indices, 20 Länder-Indices und 38 Branchen-Indices publiziert.