Urban Survival  Handbuch / Überleben einer Krisensituation in der Stadt / Großstadt, Krisenvorsorge


 

Urban Surviva Handbuchl - Überleben einer Krise in der Stadt, Großstadt

Beim Urban Survival geht es keineswegs um Verschwörungstheorien oder Weltuntergangs-Prophezeiungen, sondern darum sich mit ganz realen Bedrohungsszenarien auseinander zu setzen und darauf vorzubereiten.

Bericht zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz 2012
Deutscher Bundetag Druckasche 17/12051

Inhaltsverzeichnis Urban Survival Handbuch:

1. Warum Urban Survival
2. Verschiedene Bedrohungsszenarien
3. Luft
4. Wasser, Wasseraufbereitung
5. Nahrung / Notnahrung
6. Medikamente
7. Wärme / Licht
8. Wohnen in der Krise
9. Plünderer
10. Schutz im Freien, Notversteck
11. Hygiene beim Urban Survival
12. Flucht
13. Fluchtgepäck, Krisenvorsorge
14. Tarnung in der Stadt, Großstadt in einer Krisensituation
15. Verteidigung, Selbstverteidigung in Urban Survival Situation
16. Kommunikation in einer Krisensituation
17. Survival Psychologie und Fitness als beste Krisenvorsorge
18. Haltbare Lebensmittel, nützliche Gegenstände und Tauschartikel als Krisenvorsorge
19. Naturheilkunde, Pflanzenheilkunde im Urban Survival
     Schlusswort zum Handbuch Urban Survival
     Über den Autor

Dieses kleine Handbuch zum Thema Urban Survival erhebt keineswegs den Anspruch auf Vollständigkeit. Es soll nur als Anregung zur Bewältigung einer Krisensituation in der Stadt, Großstadt dienen. Survival hat immer auch mit sehr viel Kreativität und dem absoluten Willen eine Krisensituation zu überleben zu tun.

 

1. Warum Urban Survival (nach oben)

Survival Seminare bei denen man das Überleben mit minimalster Ausstattung in der freien Natur lernt gibt es zuhauf in allen Preisklassen und allen möglichen Schwierigkeitsstufen.

Sie lernen dabei Ihre Grenzen zu überwinden, Feuer ohne Hilfsmittel zu entfachen und als Notnahrung auf gut Deutsch Würmer zu fressen.

Viele Menschen belegen in der heutigen, von Unsicherheit geprägten Zeit solche Seminare und das ist auch ok um mal die eigenen Grenzen auszuloten.

Aber ... zunächst einmal befinden sich die meisten Menschen zu Beginn einer echten Krise nicht schon in der freien Natur, sondern in der Großstadt.

Das heißt, Sie müssen Anfangs mit einer Krisensituation in der Großstadt zurecht kommen!

Und sofern Sie Kindern haben; würden diese in der freien Natur solch ein Extremprogramm überhaupt durchhalten?

Außerdem gibt es sehr viele chronisch kranke, behinderte und ältere Menschen für die ein herkömmliches Survival Seminar schlichtweg Unfug ist, weil sie das im Krisenfall langfristig gar nicht umsetzen können.

Urban Survival Seminare die sich ausschließlich mit dem Überleben einer Krisensituation in der Großstadt befassen gibt es leider so gut wie gar nicht. Außerdem können in einem Survival Seminar etliche Fähigkeiten nicht gelehrt werden ohne gegen so ziemlich alle Gesetze zu verstoßen.

Zudem trifft eine Krise die meisten Menschen völlig unvorbereitet!

Auf dieser Seite werden deshalb Notlösungen vorgestellt, die entweder nichts oder nur sehr wenig Geld kosten.

Ferner hat man es in einer Großstadt im Krisenfall nicht nur mit Kriminellen zu tun, sondern auch mit Menschen die völlig verzweifelt und deshalb unberechenbar sind. Aus diesem Grund sollen die hier vorgestelten Gegenstände auf den ersten Blick nicht wie Hilfsmittel aussehen, sondern einfach wie Müll um bei anderen Menschen keine Begehrlichkeiten zu wecken.

In einer echten Krisensituation dürften Polizei, Bundeswehr aber auch die kommunalen Ordnungskräfte mit Sondervollmachten wie z. Bsp. anlasslose Kontrollen, "grundlose" Festnahmen oder willkürliche Beschlagnahmungen ausgestattet sein. Deshalb sollen die meisten gefährlichen Waffen nicht als solche erkennbar sein um die eigene Sicherheit nicht zu gefährden.

2. Verschiedene Bedrohungsszenarien (nach oben)

Soziale Spannungen durch eine Wirtschaftskrise

Bereits heute übersteigt die Zahl der Entlassungen sowohl in Deutschland als auch den anderen EU Ländern die der Neueinstellungen.

Kompensiert wird das lediglich durch die in Deutschland gut funktionierenden Sozialsysteme. Allerdings dürfte es in den nächsten Jahren zu massiven Einschnitten kommen.

Auch ist die Wirtschafts- und Finanzkrise keineswegs überwunden. Ebenso können auch alle anderen Bedrohungsszenarien zu erheblichen wirtschaftlichen Verwerfungen führen.

Innerhalb der nächsten Jahre dürfte auch die Armutsmigration massiv ansteigen, was Europa sicherlich an die Grenzen seiner Kapazitäten bringen dürfte.

Menschen die nichts mehr zu verlieren haben können sehr ungemütlich werden. Das beginnt irgendwann mit Massendemonstrationen und kann sehr schnell ausufern.

Wie kann man sich in dieser Situation selbst helfen:

Ich will hier nicht zynisch wirken es geht einfach nur darum, dass man jeden gesparten Cent in die eigene Vorsorge investieren kann. Wer monatlich nur sehr wenig finanzielle Mittel zur Verfügung hat kann durch einen Teil Notnahrung (aus Brombeeren oder anderen Beeren kann man Marmelade machen, Löwenzahnblätter mit Rosenblättern garniert ergeben einen leckeren Salat etc.) sehr viel Geld einsparen. Statt Mineralwasser zu kaufen kann man auf Leitungswasser umsteigen. Der Vorteil dabei ist, dass man in einer Krisensituation bereits an diese Nahrung gewöhnt ist.

Wer das mal für einen Monat konsequent durchzieht wird erstaunt sein wie wenig Geld man zum Leben nur benötigt. Ich persönlich habe meinen Konsum auf ein Minimum beschränkt und bin somit einer evtl. eintretenden Krisensituation einen Schritt voraus.

Öfter mal zu Fuß gehen oder das Fahrrad benutzen. Ist man daran gewöhnt, dann ist es in einer Krisensituation kein notwendiges Übel das man zähneknirschend in Kauf nimmt.

Bürgerkriegsähnliche Ausschreitungen (nach oben)

Bei den sich jedes Jahr wiederholenden Mai Randalen in etlichen Großstädten bin ich immer wieder erstaunt wie viele Fahrzeuge von Privatpersonen massiv beschädigt werden.

Von Minimalvorsorge der jeweiligen Kfz-Besitzer keine Spur.

Doch unabhängig von den beschädigten Fahrzeugen wollte wohl kein normaler Bürger in solch einem Szenario zwischen die Fronten geraten.

Speziell beim Thema bürgerkriegsähnliche Ausschreitungen muss noch erwähnt werden, dass jedes einzelne Bedrohungsszenario in genau solchen Zuständen enden kann.

Stromausfall, Blackout (nach oben)

Im Jahre 2006 fiel im Münsterland durch umgeknickte Strommasten der Strom für mehrere Tage aus. Und das im Winter.

Einigen Bürgern gingen bereits am zweiten Tag die Getränke und Nahrungsmittel aus. Da kann sich glücklich schätzen wer einen vollen Tank hat und so weit fahren kann bis er in ein Gebiet kommt in dem dieser Stromausfall keine Auswirkungen mehr hat.

Schlimmer noch erging es einem Landwirt, dem fast alle Milchkühe gestorben wären. Diese auf Höchstleistung gezüchteten Milchkühe verenden elendig wenn sie nicht täglich gemolken werden.

Diesem Landwirt ist es durch Zufall geglückt in Holland ein Notstromaggregat zu erwerben. Ohne dieses wären die Milchkühe verstorben und er wäre wirtschaftlich ruiniert gewesen.

Auch wenn damals die Solidarität unter den Anwohnern sehr hoch war, so waren Plünderer von außerhalb sehr schnell zur Stelle um die Gunst der Stunde zu nutzen.

Ein Blackout kann viele Gründe haben. Da wären zunächst Naturkatastrophen, ein EMP, terroristische Angriffe aber auch eine Epidemie oder Pandemie zu nennen.

Selbsthilfe in dieser Situation:

Man sollte immer für ca. 14 Tage einen Vorrat an Wasser und Lebensmitteln im Haus haben. Ebenso ausreichend Kerzen für Licht und eine Notheizung für kalte Tage.

Wer durch einen Blackout um seine wirtschaftliche Existenz bangen muss der sollte sich rechtzeitig gegen ein derartiges Ereignis rüsten! Dazu gehört ein entsprechend dimensioniertes Notstromaggregat und natürlich auch der Treibstoff um dieses zu betreiben.

ACHTUNG: Fällt die Heizung im Winter durch einen Stromausfall aus dann frieren auch alle Wasserrohre ein und dürften infolge dessen platzen. Spätestens wenn es wieder taut muss man mit massiven Wasserschäden und wiederum Kurzschlüssen in den Stromnetzen rechnen.

Epidemie, Pandemie (nach oben)

Auf der Welt gibt es sehr viele krank machende (pathogene) Bakterien und Viren.

Bei massiver Zunahme der Krankheitsfälle in nur einem Land spricht man von einer Epidemie. Tritt das Krankheitsgeschehen weltweit auf handelt es sich um eine Pandemie.

Da bei einer Epidemie nur ein Land, oder wenige Länder betroffen sind ist die Weltgemeinschaft in der Lage aus den nicht betroffenen Ländern Hilfe zu organisieren.

Bei einer Pandemie sieht die Situation hingegen anders aus. Da alle Länder betroffen sind ist Hilfe für schwer getroffene Gebiete kaum bis gar nicht zu organisieren. Die meisten Länder sind in soch einer Situation sich selbst überlassen.

Bei den krank machenden Keimen muss man ebenfalls unterscheiden. Ist die Ansteckung nur durch bestimmte Körperflüssigkeiten (wie z. Bsp. im Falle von Aids) möglich, dann lässt sich das Krankheitsgeschehen durch diverse Vorsichtsmaßnahmen eindämmen.

Kommt es allerdings zu einer Ansteckung über die Atemluft und / oder Schmierinfektion dann kann man sich davor nur schwer schützen. Das ist bei den jährlich auftretenden Grippewellen oder auch bei Corona Viren der Fall. Sicher ist es auch in diesem Falle möglich sich bis zu einem gewissen Grad zu schützen (Masken, Handschuhe, Kontaktvermeidung etc.), allerdings wesentlich schieriger als im ersten Falle.

Für eine Infektion kommt es allerdings auch auf die Viruslast (Anzahl der Keime mit denen man in Berührung kommt) an. Je höher die Keimzahl, desto höher ist das Infektionsrisiko.

Auch muss man bedenken, dass eine Epidemie oder Pandemie fast immer in mehreren Wellen verläuft (meist 3 bis 5 Wellen). Das ist abhängig von der Qualität des Gesundheitswesen, der Infrastruktur und wie gut sich eindämmende Maßnahmen in der Bevölkerung umsetzen lassen.

Besonders schwierig wird die Situation, wenn zu viele Mitarbeiter aus der kritischen Infrastruktur (Stromanbieter, Wasserwerke, Elektrizitätswerke, Telekommunikation) erkranken. Dadurch kann eine Kettenreaktion in Gang gesetzt werden, weil diese Infrastruktur ausfallen kann.

Ebenso gefährlich ist bei einer weltweiten Pandemie die Unterbrechung von Lieferketten. Dadurch kann es zu massiven Engpässen bei der Versorgung mit Medikamenten und Lebensmitteln kommen.

Die folgende Aufzählung diverser Erreger und daraus folgenden Bedrohungsszenarien ist bei weitem nicht vollständig und soll nur einen kleinen Überblick geben, welche Gefahren der Menschheit drohen können.

MRSA

MRSA ist eine Abkürzung und steht für Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus. Diese Bakterien sind gegen eine Vielzahl von Antibiotika resistent. Zwar gibt es weltweit noch ca. drei sogenannte Reserve Atibiotika, allerdings werden diese leider häufig in der Tiermast eingesetzt. Durch Zubereitung und Verzehr des Fleisches dieser Tiere kommt der Mensch unweigerlich auch mit diesen Bakterien in Berührung.

Da dieses Bakterium nahezu immer über Wunden in den menschlichen Körper gerät dürfte eine Epidemie bzw. Pandemie mit diesen Erregern eher unwahrscheinlich sein. Nichts desto trotz sind etliche Berufsgruppen wie z. Bsp. Landwirte in besonderem Maße gefährdet.

Ebola Viren

Eine Infektion mit Ebola Viren verläuft in 30% bis 90% der Fälle tödlich. Dieses Virus stammt vermutlich von Fledermäusen und ist auf den Affen, also Primaten übergesprungen.

Gerade Menschen in Afrika infizieren sich häufig über diese Tiere, da sie gejagt, zubereitet und verspeist werden.

Da der Mensch sich über die Körperflüssigkeiten dieser Tiere infiziert kommt es meist bei der Jagd sowie der Zubereitung zur Infektion.

Nach neuesten wissenschaftlichen Studien verbreitet sich der Erreger bei Affen allerdings auch über die Luft, also ähnlich wie bei Influenza oder den verschiedenen Corona Viren.

Sollte dieses Virus in Zukunft derart mutieren, dass es auch beim Menschen zu einer Infektion über die Luft (Tröpfcheninfektion) kommt, dann dürfte dieses Szenario höchst bedrohlich sein und zu einer Pandemie ungeahnten Ausmaßes führen.

Zwar gibt es inzwischen Medikamente gegen dieses Virus allerdings ist nicht gesichert, dass diese auch gegen ein derart mutiertes Virus eingesetzt werden könnten.

Tollwut Erreger

Ähnliches gilt für den Tollwut Erreger. Zwar infiziert man sich wenn man mit dem Speichel eines Erkrankten (egale ob Mensch oder Tier) in Berührung kommt, allerdings hat auch dieses Virus das Potenzial durch Mutation ebenfalls über die Luft übertragbar zu werden.

Ein derartiges Szenario käme einer Zombie Apokalypse gleich. Natürlich können Tote nicht wieder lebendig werden, allerdings verhält sich ein Infizierter ähnlich eines Zombie. Er wird hoch aggressiv und greift andere Menschen an.

In solch einem Falle wären die Infizierten nicht apathisch und langsam wie z. Bsp. in der Serie "The Walking Dead", sondern eher sehr agil und aggressiv wie in dem Film "World War Z".

Solch ein mutierter Erreger hätte das Potenzial tatsächlich zum Zusammenbruch der kritischen Infrastruktur zu führen, weil sich zu viele Menschen infizieren würden.

Influenza und Corona Viren

Diese sollen hier nur am Rande erwähnt werden. Zwar haben diese Viren auch das Pontenzial eine Pandemie auszulösen, doch lassen sie sich durch entsprechende Maßnahmen seitens der Regierungen relativ gut eindämmen. Es dürfte also nicht zum Zusammenbruch der kritischen Infrastruktur kommen.

Die einzige Gefahr bei dieser Bedrohung ist, dass Teile der Bevölkerung gegen die Maßnahmen zur Eindämmung dieser Viren protestieren und es örtlich begrenzt zu Ausschreitungen kommen kann.

Allerdings besteht schon die Gefahr, dass durch die Maßnahmen zur Eindämmung dieser Viren die wirtschaftlichen Verwerfungen beschleunigt werden und es langfristig in einer weltweiten Wirtschaftskrise enden könnte.

Selbsthilfe bei Epidemie, Pandemie mit Ausfall kritischer Infrastruktur

Bei solch einem Szenario steht natürlich der Schutz vor Ansteckung an erster Stelle. Je nachdem wie ansteckend der Erreger ist und weiterhin angenommen, er verbreitet sich durch die Luft und durch Schmierinfektion lassen sich erste Maßnahmen wie folgt darstellen: Von der einfachen OP-Maske über FFP 3 Masken bis hin zur ABC-Maske ist alles brauchbar. Dabei sollte man aber auch abwägen und verhältnismäßig bleiben. Wohl niemand läuft während der Grippesaison mit einer ABC-Maske durch die Gegend. Hier ist Augenmaß gefragt.

Gegen eine Schmierinfektion kann man sich durch Gummihandschuhe (Einmalhandschuhe) schützen. Auch häufiges Waschen der Hände mit Seife oder die Nutzung von Desinfektionsmittel ist ratsam.

Ebenso wichtig ist aber auch die richtige Desinfektion der Hände. Bei einer Epidemie oder Pandemie werden Desinfektionsmittel in kürzester Zeit knapp und teuer. Allerdings muss man dafür nicht unbedingt ein Desinfektionsmittel kaufen. Ab einem Alkoholgehalt von 75% lassen sich nahezu alle Bakterien und Viren abtöten. Man kann also statt eines Desinfektionsmittels genauso gut Franzbranntwein von guten Herstellern oder Strohrum nehmen. Ersteres hat einen Alkoholgehalt von 79% und der Rum hat 80%. Die Unterschiede sind, dass Desinfektionsmittel vergällten Alkohol enthält sowie eine rückfettende Substanz zur Pflege der Haut vor Austrockung. Nach der Desinfektion mit solchen Ersatzlösungen sollte man sich die Hände waschen und eincremen.

Hat man sich gegen das primäre Problem gewappnet gilt es bereits zu Beginn einer Epidemie oder Pandemie sich auf den Ausfall kritischer Infrastruktur vorzubereiten.

Dazu gehören alle unter den jeweiligen Menüpunkten genannten Maßnahmen. Wobei auch gesagt werden muss, dass der Verbreitungsweg krank machender Keine (Bakterien oder Viren) unterschiedlich ist. Hat man es mit Keimen zu tun, die sich nur durch die Luft verbreiten oder mit welchen bei denen auch eine Verbreitung über andere Wege in Frage kommt wie z. Bsp. Oberflächen (Schmierinfektion) oder durch Wasser. Je vielfältiger die Verbreitungswege sind, desto mehr Maßnahmen zum eigenen Schutz müssen unternommen werden.

N24 Dokumentation über Viren und Bakterien

Arte Dokumentation über Epidemien

Bedrohung durch Freisetzung atomaren Materials (nach oben)

Zwar wären Terroristen wohl kaum in der Lage eine Atombombe zu bauen, allerdings genügt es wenn ein normaler Sprengsatz mit atomarem Material versehen wird. Dabei handelt es sich dann um eine sog. "schmutzige Bombe". das hätte zur Folge, dass es zu einer regional begrenzten atomaren Verseuchung käme.

Selbsthilfe gegen örtlich begrenzte atomare Verseuchung

Da sich wie bereits gesagt in solch einem Falle die atomare Verseuchung nur auf ein eng begrenztes Areal ausdehnen dürfte sollte man so schnell wie möglich eine größere Distanz zwischen sich selbst und diesem Areal schaffen.

Ferner dürfte in solch einem Fall die Evakuierung von staatlicher Seite sehr schnell anlaufen.

Wichtig wäre es, für solche Situationen einen "Fluchtrucksack" bereit stehen zu haben. In diesem sollten sich Kopien aller wichtigen Dokumente befinden.

Doch auch während der Evakuierungsmaßnahmen kann es zu starker atomarer Verseuchung des gesamten Organismus kommen. Dagegen würde nur eine komplette ABC-Ausrüstung Schutz bieten.

Vorbeugend sollte man auch Kaliumjodid Tabletten zu sich nehmen um eine Einlagerung von radioaktivem Jod 131 in der Schilddrüse vorzubeugen.

Weitere Möglichkeiten zum Eigenschutz hat man leider nicht.

Vulkanausbruch oder Erdbeben (nach oben)

Auch in Deutschland gibt es etliche noch aktive Vulkane. So befindet sich z. Bsp. unter dem Laacher See ein Supervulkan. Bei einigen Supervulkanen auf der Erde ist eine Eruption bereits überfällig.

Gerade bei einem bevorstehenden Vulkanausbruch sollte man sich nicht nur auf staatliche Stellen verlassen, sondern bereits im Vorfeld selbst aktiv werden. Steht ein Ausbruch bevor sollte man das Gebiet nach Möglichkeit für einige Tage verlassen. Je näher solch ein Ereignis rückt, desto voller dürften die Straßen sein und man kommt mit seinem Fahrzeug unter Umständen nicht mehr aus der Gefahrenzone heraus. Wer über gute Ortskenntnisse verfügt sollte deshalb immer auf Nebenstraßen ausweichen sofern dies möglich ist.

Auch wenn man in Deutschland vor schweren Erdbeben relativ sicher ist, so gibt es dennoch etliche Urlaubsregionen die regelmäßig von solchen Katastrophen heimgesucht werden.

So kam es z. Bsp. im Oktober und November 2016 in Mittelitalien zu schweren Erdbeben. Doch auch das Urlaubsland Türkei hat bereits etliche Erdbeben erlebt.

Das liegt daran, dass sowohl Italien als auch die Türkei zur Hälfte auf der eurasischen und zur Hälfte auf der afrikanischen Grabenplatte liegen.

In Italien verläuft dieser Grabenbruch vertikal durch den Stiefel. In der Türkei liegt Istanbul auf genau diesem Grabenbruch.

In diesen Gegenden ist die Gefahr schwerer Erdbeben durch die Kontinentaldrift enorm groß.

Kriegsfall oder Cyberattacken (nach oben)

Gerade in der heutigen Zeit ist die Gefahr eines globalen Krieges größer als je zuvor.

In Europa ist für die Menschen ein Krieg nahezu unvorstellbar. Wir leben derart lange in Friedenszeiten, dass dieses Krisenszenarion oft ausgeblendet wird.

Man sollte sich aber dessen bewusst sein, dass ein Krieg oft unerwartet über Nacht kommen kann. Das hat sich in Ex-Jugoslawien ebenso gezeigt wie in der Ukraine.

Als Zivilist sollte man es im Kriegsfalle unbedingt vermeiden militärisch aussehende Kleidung (camouflage Kleidung) zu tragen. Es könnte sonst schnell passieren, dass man als Kriegsgegner wahrgenommen und im schlimmsten Falle erschossen wird.

Doch auch ein Cyberangriff auf die kritische Infrastruktur könnte als kriegerischer Akt gewertet werden und den Nato-Bündnisfall ausrufen.

Cyberangriffe können die verschiedensten Folgen haben, je nachdem welche Infrastruktur angegriffen wird. Dies kann von totalem Ausfall der Kommunikation bis hin zu Stromausfällen reichen.

Durch Cyberattacken und gleichzeitigem Streuen von Fehlinformationen (sog. Fake News) lassen sich bis zu einem gewissen Grad sogar Wahlen beeinflussen.

Ein worst case Szenario wären Cyberattacken auf Kernkraftwerke. Selbst wenn diese nicht im eigenen Land stehen, denn durch den Wind machen radioaktive Wolken nicht vor Grenzen halt.

Meteoriteneinschlag (nach oben)

Ein Meteoriteneinschlag ist gar nicht so selten wie man oft denkt. Allerdings schlagen meist nur sehr kleine Asteroiden mit wenigen Metern Durchmesser ein.

Glücklicherweise sind diese Einschläge meist in unbewohntem oder nur spärlich besiedeltem Gebiet.

Der letzte Einschlag eines größeren Asteroiden war im Jahre 1908 in Tunguska, Sibirien.

Ein wenn auch seltenes Ereignis, aber das gefährlichste wäre ein Einschlag in dicht besiedeltem Gebiet wie z. Bsp. einer Großstadt.

3. Luft (nach oben)

Ohne Atemluft halten die meisten Menschen es nicht länger als ca. 5 Minuten aus bevor es zum Ersticken kommt.

Doch auch stark verunreinigte Atemluft ist für die Gesundheit sehr gefährlich.

Gerade in einer Großstadt kann es in einer Krisensituation wie z. Bsp. einem Blackout sehr schnell durch unsachgemäße Nutzung von offenem Feuer in den Wohnungen zu Bränden kommen.

Da die Feuerwehr und auch alle anderen Hilfsorganisationen in dieser Situation schnell überfordert sein werden hat man eine hohe Belastung der Luft mit Schadstoffen.

Innerhalb der Wohnung kann man natürlich die Fenster geschlossen halten. Allerdings möchte man auch mal lüften ohne dabei gleich die ganzen Schadstoffe von draußen herein zu lassen.

Hinzu kommt, dass man zur Beschaffung von Nahrung und / oder Getränken auch mal die Wohnung verlassen muss.

Kaum jemand ist Prepper oder Survival Experte und hat ausreichen Atemschutzmasken zu Hause.

Selbsthilfe bei Luftverschmutzung

Einfache Mund-Nasen-Maske

Hat man eine einfache Mund-Nasen-Maske (z. Bsp. einfache OP-Maske) kann man diese natürlich nutzen. Hier ist allerdings eine Einschränkung zu beachten: Mit solchen Masken kann man im Falle einer Epidemie bzw. Pandemie andere schützen, aber nicht sich selbst. Auch sind diese Maken nicht ausreichend um sich vor Schadstoffen zu schützen.

FFP 3 Atemschutzmasken

Diese Masken erfüllen zwar den höchsten Standard und sind bedingt auch undurchlässig für Viren, allerdings kann nicht jeder solch eine Schutzmaske nutzen. Wer Atemprobleme hat wie z. Bsp. Athma oder COPD der kann diese Masken nicht nutzen, weil der Atemwiderstand zu hoch ist. Zwar gibt es sehr hochwertige Easy Flow Masken, allerdings sind diese entsprechend teuer und nur sehr selten erhältlich. Bei Easy Flow FFP 3 Masken hat man so gut wie keinen Atemwiderstand

Auch die Profi Lackierer Masken haben meist einen FFP 3 Filter.

MP 5 Nato ABC-Maske

Diese Masken sollen hier nur am Rande erwähnt werden, weil wohl kaum jemand eine ABC-Maske in seinem Bestand hat. Alerdings gibt es online auch solche Masken zu kaufen. Diese sind vom Militär meist ausrangiert, weil sie überlagert sind. Allerdings hilft solch eine Maske optimal, weil sie höchsten Ansprüchen gerecht wird.

DIY (Do-it-yourself Atemschutzmaske)

Man kann sich auch selbst eine Atemmaske aus verchiedenen Materialien herstellen. So filtern z. Bsp. Staubsaugerbeutel bis zu 95% der Partikel aus der Luft.

Ebenso in Frage kommen natürlich auch Kaffeefilter.

Wer nähen kann macht sich eine Mund-Nasen-Maske aus Stoff.

Um die Feuchtigkeit der eigenen Atemluft zu binden kann man in eine DIY Maske Slipeinlagen hinein kleben. Diese halten die Feuchtigkeit in ihrem Inneren und können beliebig oft ausgetauscht werden.

4. Wasser, Wasseraufbereitung im Urban Survival (nach oben)

Trinken ist neben dem Atmen mit das dringenste Bedürfnis des Menschen.

Ohne Flüssigkeitszufuhr dehydriert man und stirbt nach ca. 3 Tagen.

Um für eine Krisensituation gewappnet zu sein sollte man bereits in normalen Zeiten aktiv werden. Hierfür muss man nicht literweise Flaschen an Mineralwasser kaufen und nach Hause schleppen. Da unser Trinkwasser qualitativ sehr hoch aufbereitet ist reicht es sich im Baumarkt 15 Liter Farbmischeimer mit Deckel zu kaufen und diese mit normalem Leitungswasser zu befüllen.

Wird das Wasser monatlich ausgetauscht ist man auf der sicheren Seite. Man rechnet pro Tag und im Haushalt lebender Person 2 Liter Wasser ein. Nun kann man sich ausrechnen welche Menge man benötigt um z. Bsp. einen Monat lang über die Runden zu kommen.

Im Onlinehandel gibt es zudem auch noch Zisternen mit 100 oder 200 Liter Fassungsvermögen zu kaufen. Diese kann man im Keller lagern.

Vor der Nutzung sollte man dieses Wasser abkochen und auch durch einen ebenfalls im Onlinehandel erhältlichen Filter laufen lassen. So ist man was die Qualität des Wassers angeht auf der sicheren Seite.

Wenn es regnet kann man auch Töpfe oder andere Gefäße nach draußen stellen um seinen Wasservorrat wieder aufzufüllen.

Sollte der Vorrat an Wasser aufgebraucht sein und von staatlicher Seite noch keine Hilfe auf den Weg gebracht ist man gezwungen die schützende Wohnung zu verlassen um Wasser zu beschaffen.

Die Beschaffung von Wasser ist in der Großstadt in einer Krisensituation um ein vielfaches schwieriger als in der freien Natur. Sollte man nicht gerade in der Nähe von einem Bach oder Fluss wohnen hat man es zu 99% immer mit Schmutzwasser zu tun, welches aufbereitet werden muss.

Auch besteht die Möglichkeit früh morgens ein ausreichend großes Stück Stoff (z. Bsp. T-Shirt) über eine Wiese zu ziehen. Durch den Morgentau hat sich dieses sehr schnell mit Wasser voll gesogen. Auf diese Art lässt sich zügig eine Tagesration Wasser besorgen. Auch dieses sollte vor der Nutzung abgekocht und gefiltert werden.

Im absoluten Notfall kann man aber auch den eigenen Urin destillieren und so wieder an Wasser kommen.

Da gerade ältere und schwache Menschen bei der Nahrungs- und Wasserverteilung oftmals zu kurz kommen sollte man über diese Möglichkeiten der Flüssigkeitsgewinnung durchaus nachdenken.

5. Nahrung, Notnahrung im Urban Survival (nach oben)

Der Mensch kann je nach Konstitution ca. 3 Wochen ohne Nahrung auskommen bevor er stirbt.

Die meisten Menschen haben sicherlich einen kleinen Vorrat an Lebensmitteln im Haus. Einige folgen sogar der Empfehlung unserer Regierung und haben einen 10-Tage-Vorrat an haltbaren Lebensmitteln im Haus.

Doch erst einmal ist dieser Vorrat schnell aufgebraucht und wann eine stabile Notversorgung seitens der Regierung zustande kommt ist ungewiss.

Wichtig: Da bei einem Blackout der Kühlschrank seinen Dienst versagt sollte man zuerst die verderblichen Lebensmittel verzehren. Erst danach sollten die Konserven genommen werden!

Die Beschaffung von Nahrung ist in der Großstadt grundsätzlich anders als in der freien Natur.

Ebenso ist das Angebot an Notnahrung in einer Großstadt nicht so reichlich vorhanden wie in einem Wald.

In einer Krisensituation ist es sinnvoll die Möglichkeiten zur Beschaffung von Notnahrung in der Großstadt zu kennen. Bereits am Anfang einer Krise sollte man sich Notnahrung besorgen und die Mahlzeiten der normalen Nahrung damit strecken um länger über die Runden zu kommen.

Und denken Sie daran: Viele Pflanzen die Sie bisher als Unkraut angesehen haben sichern Ihnen in der Krise das Überleben!

Notnahrung die man in jeder Großstadt finden kann

- Löwenzahn wächst an fast jeder Ecke. Die Blätter sind genießbar und können als Salat verzehrt werden. Die Blüten und Wurzeln sind ebenfalls genießbar; Wurzeln sollten geröstet werden.

- Brennesseblätter sind gekocht genießbar. Ebenso sind die Samen der Brennessel genießbar und enthalten ätherische Öle und Proteine.

- Die Blütenblätter von Rosen sind ebenfalls genießbar.

- Wild wachsendes Getreide (Gras Samen) an Wegrändern. Die Samen sind eine gute Kohlehydratquelle.

- Kambium (Wachstumsschicht zwischen Rinde und Holz) von Birken. Die Meinungen hierzu gehen auseinander und man sollte dieses nur in sehr geringen Mengen verzehren.

- Im Frühjahr lassen sich frische Buchenschößlinge ernten. Ebenso die Triebspitzen von Fichten und Tannen. VORSICHT: Keine Eibe, da diese hoch giftig ist.

- Holunderbeeren ergeben gekocht einen guten Mus. Ebenso wachsen Brombeeren an vielen Stellen wie Unkraut.

- Eicheln müssen mehrfach abgekocht werden um die Bitterstoffe zu entfernen. Anschließend kann man sie mahlen und daraus einen Brei bzw. Teig gewinnen und diesen backen.

- Buchecker sollten vor dem Verzehr geröstet werden.

- Hagebutten sind ebenfalls sehr nahrhaft. Die behaarten Kerne sollten vor dem Verzehr entfernt werden. Sie können roh gegessen werden oder man kann sich einen Tee davon aufbrühen.

- Haselnussbäume oder Obstbäume (auch die Wildsorten) wachsen ebenfalls an vielen Orten in der Großstadt.

- Wasserlinsen wachsen weltweit auf fast allen Teichen. Sie müssen vor dem Verzehr unbedingt mindestens 15 Minuten gegart werden um Krankheitserreger abzutöten.

- Vogelbeere (Eberesche) ist zu Marmelade verkocht genießbar, roh allerdings giftig. Beim Zerkochen verflüchtigen sich die Giftstoffe.

- Vorsichtig sein sollte man beim Verzehr von Pilzen. Nicht jeder ist ein guter Kenner der Pilzsorten und der absolute worst case in einer Krise wäre eine Pilzvergiftung.

Was den Verzehr tierischer Notnahrung angeht bin ich persönlich recht vorsichtig, weil Tiere Parasiten beherbergen können. Ich würde so etwas nur als Ultima Ratio ansehen und mich in einer Krisensituation rein vegan ernähren. Dadurch vermindert sich das Risiko einer Ansteckung mit Krankheiten. Da sich auch auf Pflanzen die Keime von Tieren befinden können (durch äsen und deren Ausscheidungen) würde ich auch diese nicht roh verzehren.

Das Thema Jagd, Fallen bauen, Töten eines Tieres und aus der Decke ziehen mit anschließeder Fleischbeschau auf Parasiten soll hier nicht angesprochen werden. das erfordert sehr gute Fachkenntnisse und lässt sich, auch wenn es in vielen Survival Kursen gelehrt wird, nicht so ohne weiteres erlernen.

Als einzige tierische Notnahrung kämen Maden, Raupen (keine behaarten oder auffällig gefärbten) oder Grashüpfer als Proteinquelle in Frage. Im Winter finden sich Maden auch im Totholz in Parkanlagen. Insekten beherbergen ebenfalls oft Parasiten und sollten deshalb nur gekocht, gebraten oder geröstet gegessen werden.

Wie Sie anhand dieser Liste sehen können Sie auch ohne bzw. nur minimalem Notvorrat eine Krisensituation durchaus überstehen und werden nicht verhungern.

Notausgaben für Wasser und Nahrung von staatlicher Seite sind für ältere und körperlich schwache Menschen mit Vorsicht zu genießen. Dort kommt es aufgrund der großen Menschenansammlung oftmals zu Auseinandersetzungen bei denen der Schwächere meist das Nachsehen hat. Im absoluten Notfall ist man allerdings gezwungen auch diese Möglichkeit zu nutzen.

Bereits vor einer Krise kann man bei einem Spaziergang in der näheren Umgebung der Wohnung schauen welche genießbaren Pflanzen dort wachsen. Man muss nur mit offenen Augen durch die Gegend gehen und sollte sich solche Stellen gut merken.

Warnen möchte ich insbesondere davor auf Feldern plündern zu gehen. In einer Krisensituation werden die Landwirte darauf mit Sicherheit sehr ungehalten reagieren um es mal milde auszudrücken.

6. Wichtige Medikamente im Urban Survival (nach oben)

Chronisch kranke Menschen sind meist auf Medikamente angewiesen die lebenswichtig sein können. Diabetiker z. Bsp. benötigen regelmäßig Insulin und dieses muss auch noch im Kühlschrank gelagert werden.

Alleine am Beispiel des Insulin zeigt sich welche Schwierigkeiten in einer Krisensituation auftreten können. Bei einem Blackout beispielsweise im Sommer dürfte es mit der Kühlung schwer werden. In solch einem Fall kann man sich nur mit einer Kühltasche die über Akkubetrieb oder ähnliches behelfen. Auch in Frage käme eine Kühlbox die einen Anschluss für den Zigarettenanzünder im Auto hat. Hat man diese Möglichkeiten nicht muss man zu einem Notbehelf greifen. So kann man die kleinen Flaschen mit dem Insulin in feuchte Tücher wickeln und durch die Verdunstungskälte ein wenig kühlen. Das sollte aber immer nur die absolute Notlösung sein.

Sind bei einer Pandemie weltweit die Lieferketten unterbrochen bekommt man in der Apotheke sein Medikament unter Umständen gar nicht. In solch einem Falle kann man nur mit dem Apotheker reden und sich beraten lassen ob es ein Ausweichmedikament gibt und ob dieses auch verfügbar ist. Dann muss man natürlich zu seinem behandelnden Arzt und sich ein neues Rezept besorgen.

Wer quartalsweise zu seinem behandelnden Arzt geht wird zwar in der Regel sein Medikament für drei Monate bekommen, allerdings wird es bei einer länger anhaltenden Krise schnell eng wenn das Medikament ausgeht und man nichts neues bekommt.

Während ich diese Zeilen schreibe (April 2020) brennt aktuell der radioaktiv verseuchte Wald bei Tschernobyl. Um für solch eine Situation gerüstet zu sein empfiehlt es sich einen Vorrat an Kaliumjodid Tabletten zu haben. Diese sind in der Apotheke frei verkäuflich. Durch die Einnahme solcher Tabletten verhindert man die Einlagerung von radioaktivem Jod in der Schilddrüse. Allerdings sollte man diese mit Bedacht einsetzen und zuerst schauen ob man tatsächlich gefährdet ist.

Über Google Earth kann man mit der Lineal Funktion zunächst einmal schauen wie weit man vom Ort des Geschehens weg wohnt. Anschließend kann man über den Wetterbericht schauen wie die aktuelle Windrichtung ist. So lässt sich in etwa der Grad der eigenen Gefährdung einschätzen.

Auch wirkt sich eine Krisensituation psychisch auf jeden Menschen anders aus. Während der eine damit gut zurecht kommt hat der andere vielleicht Probleme die sich in verschiedensten Symptomen zeigen können.

Manche Menschen werden nervös und innerlich sehr unruhig, anderen wiederum kann solch eine Situation auf den Magen schlagen. Deshalb ist es wichtig immer einen Vorrat an beruhigenden Mitteln wie z. Bsp. Baldrian oder Magentabletten vorrätig zu haben. Etliche dieser Mittel sind zwar rezeptfrei, können aber bei chronisch kranken Menschen Wechselwirkungen mit den eigenen Medikamenten haben. Deshalb solle man sich rechtzeitig bei seinem Hausarzt informieren.

Ebenso unerlässlich ist ein Vorrat an Pflastern und Verbandstoffen um kleinere Wunden versorgen zu können.

7. Wärme / Licht (nach oben)

Wärme und Licht sind insbesondere bei kalter Witterung sehr wichtig.

Bei einem Blackout kühlt eine Wohnung innerhalb kürzester Zeit aus.

Im Gegensatz zum Survival in der freien Natur hat man in der Wohnung natürlich die erhöhte Brandgefahr zu beachten. Sich ein wärmendes Lagerfeuer in seinen vier Wänden zu entfachen scheidet aus Sicherheitsgründen vollständig aus.

Man kann sich zwar eine kleine Solaranlage mit Spannungswandler beschaffen und so eine normale kleine Elektroheizung anschließen oder auch ein Notstromaggregat (auch ein Benzinvorrat ist leider begrenzt und danach funktioniert dieses nicht mehr). Aber nicht jeder hat die finanziellen Möglichkeiten um so etwas zu verwirklichen.

Dennoch gibt es unter Beachtung einiger Vorsichtsmaßnahmen sehr wohl die Möglichkeit sich mit einfachsten Mitteln eine kleine Notheizung zu bauen. Diese sollte im kleinsten Raum der Wohnung stehen, weil die Wärmeausbeute nicht groß genug ist um alle Räume gleichzeitig zu beheizen.

In dem kleinen Raum kann man sich dann stundenweise aufhalten und den Körper so ein wenig aufwärmen.

Auch kann man sich mit einfachsten Mitteln einen Reflektor bauen und diesen vor eine Kerze stellen um die Lichtausbeute etwas zu erhöhen. Dieser sollte so konzipiert sein, dass er auch als zusätzliche kleine Wärmequelle dient um das Kerzenlicht so effektiv wie möglich zu nutzen.

Bau einer einfachen Notheizung:

Nehmen Sie einen Dessert Teller und stellen drei Teelichte darauf. Nehmen Sie nun zwei leere Konservendosen und stellen diese neben den Teller. Nun nehmen Sie einen von der Größe her passenden Topf und stellen ihn verkehrt herum mit den Griffen auf die Konservendosen. Zünden Sie nun die Teelichte an.

Durch den Topf verpufft die Hitze der Kerzen nicht schnurgerade nach oben, sondern sammelt sich in dem Topf. Dieser gibt nun die Hitze kontinuierlich an die Raumluft ab.

Vorsicht: Der Topf wird sehr heiß!

Tipp: Stellen Sie im Winter mal für einen ganzen Tag Ihre Heizung nur auf Sparbetrieb. Sie werden sich wundern wie schnell Ihre Wohnung auskühlt.

Testen Sie dann wie effektiv Ihre Notheizung ist.

Das ist eine gute Vorbereitung für eine eventuell auftretende Notsituation.

ACHTUNG: Fällt Ihre Heizung im Winter durch einen Blackout aus dann frieren auch alle Wasserrohre ein und dürften infolge dessen platzen. Spätestens wenn es wieder taut müssen Sie mit massiven Wasserschäden und wiederum mit Kurzschlüssen im Stromnetz rechnen!

8. Wohnen in einer Krise in einer Stadt, Großstadt (nach oben)

Gerade für schwerbehinderte, chronisch kranke oder ältere Menschen scheidet eine sofortige Flucht in ein größeres, unwegsames Waldgelände abseits jeglicher Zivilisation aus gesundheitlichen Gründen oftmals aus.

Bis staatliche Hilfsmaßnahmen ans Laufen kommen dürfte ebenfalls eine geraume Zeit vergehen.

Somit bleibt als erster und einziger Zufluchtsort oftmals nur die eigene Wohnung.

Von "normalem" Wohnen kann man in einer Krisensituation allerdings nicht reden, denn es handelt sich dabei bereits um ein echtes knallhartes Survivalprogramm.

Bei einem Stromausfall funktioniert keine Heizung mehr, auch keine Gasheizung weil die Therme eine elektrische Zündung hat. Ebenso fällt logischerweise Ihr Licht aus. Sie haben kein Wasser, weil die Pumpen der Wasserwerke ebenfalls elektrisch laufen und die Kommunikation (auch Internet) fällt ebenfalls aus.

Ihre Alarmanlage mit vielleicht mehreren Überwachungskameras quittiert mangels Stromversorgung ebenfalls den Dienst, sofern Sie diese nicht über ein Notstromaggregat oder mittels einer Solaranlage mit Strom versorgen.

Glücklich kann sich schätzen wer noch ein uraltes Telefon mit Wählscheibe sein eigen nennt. Da das Telefonnetz von der Stromversorgung unabhängig ist (gilt nicht für Voice over IP) wird dieses noch funktionieren. Nur ... wen sollten Sie denn noch erreichen können?

Nur wer Ruhe bewahrt und ein wenig vorbereitet ist kann die Wahrscheinlichkeit diese Krise heil zu überstehen erhöhen.

In dieser Situation haben Brandschutz und Schutz vor Plünderern oberste Priorität.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Hygiene, weil Ihre Toilettenspülung nicht mehr funktioniert.

Dies sind nur einige wenige Punkte die Ihnen verdeutlichen sollen, dass es sich in einer Krise nicht mehr um eine normale Wohnsituation handelt.

In den ersten Stunden bis ungefähr am zweiten Tag eines Stromausfalls ist die Solidarität unter den Nachbarn noch sehr hoch. Erst ab ungefähr dem dritten Tag sinkt die Solidarität.

Sprechen Sie alle Bewohner Ihres Hauses und der Nachbarhäuser an und zeigen ihnen wie man eine Notheizung und einen kleinen Kocher aus Konservendosen baut. Diese Maßnahme ist nicht uneigennützig, denn Sie verringern dadurch auch die Brandgefahr durch unsachgemäße Handhabung von Feuer durch anderer Bewohner.

Haben Sie einen ausreichend großen Vorrat an Kerzen, dann geben Sie ruhig 2 oder 3 Kerzen ab. Es wird Ihnen sicher gedankt.

Erklären Sie Ihren Nachbarn, dass wenn sie schon ein offenes Feuer in der Wohnung entfachen dieses nur innerhalb eines stabilen Gefäßes z. Bsp. einer Auflaufform gemacht werden sollten und dass das Feuer recht klein gehalten werden muss. Am besten in der Nähe eines leicht geöffneten Fensters wegen der Gefahr einer Kohlenmonoxydvergiftung.

Auch damit kann man nach dem bewährten Prinzip eine Notheizung bauen.

Sagen Sie auch allen Nachbarn, sie möchten die Augen auf halten und im Falle des Erscheinens von Plünderern Alarm schlagen.

Das alles nimmt zwar etwas Zeit in Anspruch, es kommt Ihnen aber zugute wenn nicht wie bereits erwähnt die ganze Siedlung abfackelt und Sie deswegen ihr Heim verlieren würden.

9. Plünderer in der Stadt, Großstadt in einer Krisensituation (nach oben)

Wie bereits erwähnt ist die Solidarität der Menschen untereinander zu Beginn einer Krise relativ hoch. Mit zunehmender Dauer einer Krisensituation sinkt diese Solidarität und früher oder später hat man es auch mit Plünderern zu tun.

Dabei muss man nach bisherigen Erkenntnissen von der Art der Krise unterscheiden wie Plünderer vorgehen. So hat sich z. Bsp. gezeigt, dass bei dem großen Stromausfall in den USA zuerst größere Geschäfte mit Elektronikartikeln geplündert wurden. Bei Naturkatastrophen werden in der Regel bereits nach kurzer Zeit Lebensmittelgeschäfte geplündert und später auch leere Wohnungen.

Auch kann es passieren, dass Menschen die sich außerhalb ihrer Wohnung aufhalten überfallen und ausgeraubt werden sobald man ihnen ansieht, dass etwas zu holen ist.

Aus diesem Grunde sollte man einige Vorkehrungen treffen um keine Begehrlichkeiten zu wecken.

So sollte man niemals über seine gesamten Vorräte Auskunft geben und wenn man sich im Freien bewegt auch nützliche Sachen so transportieren, dass diese nicht gleich für jedermann ersichtlich sind.

Je ärmer man sich gibt desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit geplündert und ausgeraubt zu werden.

Dem Thema Selbstschutz bzw. Selbstverteidigung ist ein eigenes Kapitel gewidmet.

Man kann also davon ausgehen, dass Plünderungen zuerst Geschäfte betrifft, danach werden Menschen im Freien die ein leichtes Opfer sind ausgeraubt und erst danach dürften Plünderer sich den einzelnen Wohnungen zuwenden. Wobei zuerst leer stehende Wohnungen ausgeraubt werden und danach mit fortdauernder Krise auch bewohnte Wohnungen.

Ich kann nur jeden eindringlich davor warnen sich irgend welchen Gruppen von Plünderern oder marodierenden Horden anzuschließen. Die Gefahr dabei selbst zu Schaden zu kommen ist viel zu groß und die Beute solch ein Risiko nicht wert.

Sicherung der Wohnung vor Plünderern

Bereits weit vor einer Krisensituation solte man über die Sicherung der Wohnung vor Plünderern nachdenken. So kann man sich beispielsweise überlegen wie man Fenster und Eingänge mit Möbeln blockieren kann.

Das Geländer an einem evtl. vorhandenen Balkon lässt sich mit Stacheldraht oder anderen spitzen Gegenständen (in Baumärkten gibt es Metallstreifen mit Spikes) sichern.

Ferner sollte man sich einen Raum aussuchen, den man besonders sichern kann falls Plünderer auftauchen. Dieser Raum sollte nicht zu groß sein, aber dennoch allen im Haushalt lebenden Personen Platz bieten und auch die gesamte Ausrüstung, Nahrung und Wasservorräte aufnehmen können.

Die Tür zu diesem Raum sollte idealerweise nach innen aufgehen, damit man sie mit einem Keil blockieren kann. Zusätzlich sollten Ausrüstungsgegenstände und Möbel so platziert werden, dass niemand so leicht in diesen Raum gelingen kann. Idealerweise verfügt dieser Raum über ein Fenster damit man eine Fluchtmöglichkeit hat.

Sichern des Notverstecks im Freien gegen Plünderer

Auch ein Notversteck im Freien lässt sich mit einigem Aufwand gegen Plünderer sichern. Gibt es in der Nähe Brombeerbüsche, so kann man die Äste der Büsche abhacken und so um das Notversteck platzieren, dass man nicht gesehen und der Zutritt zum Notversteck erheblich erschwert wird. Die Dornen von Brombeerästen dürften ungebetene Besucher sehr wohl abschrecken.

Hat man Angelschnur, dann kann man daran Konservendosen aufreihen und hat wenn mann die Schur um das Lager spannt eine gute "Alarmanlage".

Ebenso lassen sich in den Büschen rund um das Notversteck spitze Gegenstände derart platzieren, dass ein ungebetener Gast, der sich Zutritt verschaffen will verletzt.

Bei all diesen Maßnahmen zur Sicherung des Notverstecks sollte man sich immer einen Fluchtweg offen halten.

10. Schutz im Freien, Notversteck in der Stadt, Großstadt (nach oben)

In einer Krisensituation wie z. Bsp. einem Stromausfall sollte man immer darauf vorbereitet sein die eigene Wohnung dauerhaft z. Bsp. wegen eines Hausbrandes, Gefahr durch Plünderer etc. verlassen zu müssen.

Für diese Situation sollten Sie bereits im Vorfeld alles was Sie mitnehmen möchten bzw. müssen bereit liegen haben.

Außerhalb der eigenen Wohnung unterscheidet sich das Überleben in der Großstadt in einer Krisensituation ganz erheblich von dem in der freien Natur (z. Bsp. einem großen Wald). Unsere Wälder sind keine echten Naturgebiete mehr mit Wildwuchs, sondern zu weit über 90% forstwirtschaftlich genutzte Waldflächen.

Die Vorbereitungen dafür beginnen im Grunde genommen weit vor einer Krisensituation. Gehen Sie bei jedem Spaziergang oder einer Stadtwanderung mit offenen Augen durch die Welt. Schauen Sie sich bereits im Vorfeld diverse Orte an die Ihnen Schutz bieten könnten.

Meiden Sie vor allen Dingen U-Bahn Schächte. Diese bieten zwar optimalen Schutz vor Witterung, allerdings dürften Plünderer und andere üble Gestalten bereits auf die gleiche Idee gekommen sein. Auch kann man davon ausgehen, dass solche Zufluchtsorte in einer Krise generell stark frequentiert werden. Je mehr Menschen sich auf beengtem Raum aufhaten, desto größer wird auch das Konfliktpotenzial.

Insbesondere meiden sollte man auch die Umgebung um Supermärkte und anderen Läden in denen Plünderer und Randalierer Alkohol oder Zigaretten vermuten. Dort ist die Gefahr durch andere Menschen zu Schaden zu kommen am größten.

Je unattraktiver ein Fluchtort für andere Menschen erscheint, desto interessanter ist er für Sie als Notversteck. Hierfür kommen im urbanen Umfeld insbesondere Industriebrachen in Frage die nicht zentral gelegen, aber dennoch schnell erreichbar sind.

Im urbanen Umfeld haben Industriebrachen sehr viele Vorteile:

- Sie sind in der näheren Umgebung und schnell erreichbar.

- Im Gegensatz zu bewirtschafteten Wäldern findet man auf Industriebrachen noch echten Wildwuchs und Artenvielfalt.

- Gerade für die Notnahrung wichtige Pionierpflanzen die wir oft als Unkraut bezeichnen sind dort reichlich vorhanden.

- Für das Überleben wichtige Dinge findet man auf Industriebrachen im Gegensatz zu Wäldern oft im Überfluss. Seien es Steine oder Metallgegenstände, aber oft auch weg geworfener Abfall wie z. Bsp. Schläuche, Flaschen oder Dämmstoffe.

- Eiweißhaltige Notnahrung in Form von Insekten ist auf Industriebrachen oft sogar reichlicher vorhanden als in Wäldern.

- Zu Beginn einer Krise wollen die meisten Menschen aus einer Stadt heraus um in Waldgebiete oder zumindest ländliches Gebiet zu gelangen. An Industriebrachen in der Stadt denkt kaum jemand. Sie haben also relativ Ruhe vor ungebetenen Gästen.

Da solche Industriebrachen allerdings durch Neubebauung einem stetigen Wandel unterliegen sollte man sich verschiedene Orte ausgucken und sein eigenes Fluchtkonzept gegebenenfalls anpassen bzw. ändern.

Grundsätzlich gilt, dass ein Versteck bzw. eine Notunterkunft im Freien Sie einigermaßen vor Sicht schützen sollte um vor Plünderern oder Randalierern halbwegs sicher zu sein.

Gleichzeitig sollte der Unterschlupf gute Fluchtmöglichkeiten bieten und Sie einigermaßen vor Witterung schützen.

Wichtig: Legen Sie sich niemals ohne Isolation auf den Boden, sonst kühlt der Körper in kürzester Zeit vollständig aus.

Ebenso problematisch kann es werden, wenn seitens der Ordnungskräfte eine Ausgangssperre für gewisse Zeiten verhängt wird.

Dann sollten Sie ca. eine halbe Stunde vor dieser Zeit bereits in Ihrem Notversteck sein. Auch aus diesem Grunde ist es wichtig in seinem Notversteck nicht entdeckt zu werden.

Wenn Sie sich wie bereits erwähnt vor einer Krise bei jedem Spaziergang aufmerksam umschauen werden Sie mehr solcher Plätze entdecken als Sie denken.

Macht man im Versteck für die Zubereitung von Speisen ein Feuer dann sollte man verräterische Rauchentwicklung vermeiden. Also kein feuchtes Holz nehmen um ein Feuer zu entfachen, da dieses die größte Rauchentwicklung hat. Besser ist lange abgelegenes Totholz. Dabei kann man sich aus einer Konservendose einen kleinen Kocher bauen. Bringt man im unteren Teil der Dose einige kleine Löcher an dann zieht das Feuer von unten Sauerstoff und das Material brennt besser.

Denken Sie immer daran: Die Zeit ist in einer Krisensituation der größte Feind für ältere oder schwache Menschen. Je besser man vorbereitet ist, desto mehr Zeit spart man und desto ruhiger kann man solch eine Situation angehen.

Tipp: Um in der eigenen bzw. näheren Umgebung ein Notversteck zu finden kann man bereits im Vorfeld, also weit vor einer Krise auch nach "Lost Places" googeln oder auch über Youtube suchen. Sie werden erstaunt sein, wie viele Möglichkeiten sich dadurch in Ihrer Nähe auf tun.

Bau eines isolierenden Bettes im Freien:

Legen Sie drei mittelgroße Holzstämme im Abstand von ca. 40 cm nebeneinander. Rammen Sie von beiden Seiten jedes Stammes einige kleinere Hölzer in den Boden damit die Stämme nicht weg rollen.

Legen Sie nun locker totes Laub und Stroh oder sofern es sich finden lässt auch anderes Isoliermaterial zwischen die Stämme. Dann legen Sie auf diese drei Stämme quer kleinere Äste bis die Fläche der drei größeren Stämme vollständig bedeckt ist.

Nun legen Sie noch totes Laub, Stroh oder anderes Isoliermaterial auf diese Hölzer und fertig ist Ihr Outdoor Bett.

Haben Sie einen großen Müllsack dabei oder so etwas gefunden dann füllen Sie diesen ebenfalls mit Stroh  und totem Laub. Fertig ist Ihr Schlafsack, der sogar noch ein wenig vor Regen schützt. Ähnlich kann man mit kleineren Tüten verfahren und hat dann sogar noch ein Kopfkissen.

Solch eine Notbehausung kann man auf Industriebrachen immer im Schutz von mehr oder weniger verfallenen Gebäuden machen damit man etwas windgeschützt ist. Doch auch eine Hecke lässt sich weiter mit Ästen und Laub abdecken um besseren Schutz zu bieten. So erspart man sich den Bau einer Behelfshütte.

Einige Nächte im Freien ohne Schutz können für ältere oder chronisch kranke Menschen den Tod bedeuten.

11. Hygiene beim Urban Survival (nach oben)

In einer Krisensituation ist es wichtig sein Umfeld, egale ob Wohnung oder Notversteck sauber zu halten.

Das bringt nicht nur ein kleines Stück Normalität in den Krisenalltag, es ist auch für die Psyche wichtig.

Während Sie in Ihrer Wohnung den Vorteil haben auf diverse Hygieneartikel zur Körperpflege zugreifen zu können ist dies im Notversteck schon etwas schwieriger. Bei der Flucht in ein Notversteck schleppen Sie schließlich nicht Ihren gesamten Hausstand mit.

Durch den Wassermangel in einer Krisensituation muss man nicht täglich ein frisches Hemd anziehen. Auch die Jeans darf ruhig etwas verdreckt sein.

Von größter Wichtigkeit ist es allerdings die Unterwäsche und Socken regelmäßig zu wechseln und zu waschen.

In Ihrer Wohnung können Sie die Sachen in ein wenig Wasser mit Waschpulver oder Seife einlegen und danach auswaschen. Dieses Wasser sollte man anschließend aber nicht einfach weg schütten, denn es kann noch als Toilettenspülung genutzt werden.

Im Notversteck nehmen Sie Kastanien, schälen diese und zerstampfen sie. Anschließend werden die zerkleinerten Kastanien in Wasser gelegt und das ganze wird ordentlich geschüttelt. Dadurch schwemmen die Saponine (seifenähnliche Stoffe) aus der Kastanie aus. Nun können Sie in dieser Lösung Ihre Unterwäsche waschen.

Den gleichen Effekt wie mit der Kastanie erhält man mit Birkenblättern und Efeu Blättern. Einfach die Blätter zerkleinern und dann vorgehen wie bei der Kastanie. Auch diese beiden Pflanzen enthalten Saponine.

Für die Körperpflege kann man etwas Holzkohle nehmen, diese verreiben und mit etwas Wasser einen Brei daraus machen. Da Holzkohle antibakteriell wirkt eignet sich diese "Pampe" sehr gut zur Körperpflege. Das sieht zwar nicht so schön aus, ist unter hygienischen Gesichtspunkten aber eine gute Lösung.

Auch sollte das Kochgeschirr nach Gebrauch direkt gereinigt werden. Das Schmutzwasser danach kann ebenfalls noch als Toilettenspülung dienen.

Im Notversteck sollte das Geschirr nach Benutzung sofort mit Gras gesäubert werden. Befindet sich in der Nähe ein Gewässer dann kann das Geschirr mit abgekochtem Wasser daraus ebenfalls gereinigt werden. Ansonsten sollte man mit seinem Wasservorrat recht sparsam umgehen.

Auch wenn man Regen oder das Schmutzwasser regelmäßig sammelt so wird dies eventuell nicht zum Spülen nach jedem Toilettengang reichen. Die Notdurft kann man bei Wassermangel über einem Eimer in den ein Müllbeutel eingelegt ist verrichten. Anschließend bedeckt man das Ganze mit WC Reiniger Pulver oder mit Oxygen Wäsche Pulver. Beides enthält aktivierten Sauerstoff und wirkt geruchshemmend sowie antibakteriell. Im Notfall geht das auch mit Wäschepulver.

Im Freien sollte die Notdurft entsprechend weit entfernt vom Notversteck verrichtet werden. Anschließend kann man sich mit etwas Gras abwischen und ein wenig Wasser säubern. Es ist besser dafür etwas Wasser zu opfern als sich eine Entzündung durch mangelnde Hygiene einzufangen, was massiv in der Bewegung einschränkt und Nährboden für alle möglichen Krankheitskeime ist. Jede Verletzung oder Entzündung ist in einer Krisensituation das worst case Szenario!

Zur Zahnpflege sollte man auch im Notversteck eine Zahnbürste nutzen. Sie wiegt nichts und gehört in jedes Fluchtgepäck.

Ebenso wichtig ist die Nagelpflege, wozu man einen Nagelknipser und eine Nagelfeile mitführen kann. Auch diese beiden Gegenstände fallen vom Gewicht her im Fluchtgepäck kaum auf.

In der Wohnung sollte man in einer Krisensituation auch bedenken, dass durch den Ausfall der Toilettenspülung die Kanalisation mit der Zeit austrocknet. Dies führt inerhalb kurzer Zeit zu massiver Vermehrung von Ungeziefer.

Deshalb sollte der Toilettendeckel stets geschlossen sein und am besten stellt man einen Eimer Wasser darauf. Das hält bedingt auch Ratten ab. In Spülbecken, Dusche und Wanne sollte der Stöpsel auf dem Abfluss sein. Dadurch verhindert man, dass Ungeziefer durch die Abflüsse in die Wohnung gelangt.

12. Flucht (nach oben)

Die Flucht aus der eigenen Wohnung oder einem Notversteck im Freien kann unter Umständen schneller nötig werden als einem lieb ist.

Gerade in der kalten Jahreszeit beherzigen manche Menschen in einer Krisensituation nicht die Vorsichtsmaßnahmen im Umgang mit Feuer in der Wohnung.

Auch wenn dies nur im Nachbarhaus der Fall ist, so kann ein Brand sehr schnell auf andere Häuser übergreifen.

Bedenken Sie, dass alle Hilfskräfte überlastet sind und auch deren Kommunikation untereinander anfangs nicht mehr optimal funktioniert.

Ein weiterer Fluchtgrund aus der eigenen Wohnung können auch Plünderer sein.

Besonders betroffen sind in einer Krisensituation sicherlich kleinere Gewerbebetriebe, Einzelhändler oder Gastronomen die ihre Wohnung im gleichen Haus haben wie ihren Betrieb.

Die Zeitgenossen welche Ihnen dann einen Besuch abstatten werden sicherlich nicht zimperlich sein.

Auch dürften die Polizeikräfte mehr als genug zu tun haben, weshalb Sie in einer Krisensituation nicht auf deren Hilfe hoffen können.

In einem Unterschlupf im Freien kann man ebenfalls von Feuer aus umliegenden Gebäuden oder von Plünderern bedroht werden.

Die Flucht sollte zwar sehr schnell, aber nicht hektisch oder panisch durchgeführt werden.

Vor einem Feuer können Sie sich z. Bsp. durch nasse Decken schützen welche Sie sich umhängen. Auch wenn der Wasservorrat dafür geopfert werden muss. In dieser Situation zählt nur das Überleben.

Gegenüber Plünderern nutzen Sie Ihren "Heimvorteil". Sie kennen sich in Ihrer Umgebung besser aus als solche Unholde.

Gehen Sie im Falle einer Plünderung nach dem Prinzip hide / run / fight (verstecken, fliehen, kämpfen) vor. Stellen Sie sich einem Kampf aber nur im äußersten Notfall wenn Sie keine andere Möglichkeit mehr haben.

Denken Sie daran, dass es Plünderern in erster Linie auf Ihr Hab und Gut oder Ihre Nahrungsmittel ankommt und nicht darauf Sie zu töten.

Es ist besser man verliert seine Wertgegenstände und seinen Nahrungsvorrat als das Leben!

13. Fluchtgepäck, Krisenvorsorge (nach oben)

Als Krisenvorsorge sollte man permanent einen Fluchtrucksack mit minimaler Ausstattung gepackt und griffbereit haben. Zusätzlich sollte man noch eine Liste dabei liegen haben auf der vermerkt ist was man außerdem noch in diesen Rucksack packen will wenn man ihn benötigt. Das können z. Bsp. wichtige Medikamente sein, die nicht permanent im Ruckksack sind.

Diesen Fluchtrucksack sollte man einmal im Monat kontrollieren und als Notfallübung mit den zusätzlich benötigten Sachen packen. Durch solche Übungen stellt sich ein Automatismus ein, der im Notfall abrufbar ist. Außerem müssen einige Gegenstände eh permanent erneuert bzw. ausgewechselt werden wie beispielsweise das Trinkwasser.

Ferner sollte man Ordnung halten und die Dinge, die man zusätzlich noch einpacken will oder muss auch übersichtlich zusammen liegen haben.

Die folgende Liste können Sie nach Ihrer persönlichen Einstellung ändern oder erweitern.

- Persönliche wichtige Dokumente (Kopien), wasserdicht verpackt
- Kohletabletten, Kaliumjodid, Schmerzmittel
- 2 Liter Wasser in einer Feldflasche
- Wasserfilter
- mehrere Feuerzeuge und Streichhölzer
- Kerzen
- Einige gewachste Wattepads
- Unterwäsche und Socken
- Ein warmer Pullover
- Regenjacke
- Stabiles Schuhwerk
- Etwas Verbandmaterial und Pflaster
- Einige Hygieneartikel
- Ein Multitool
- Kurbelradio
- Taschenlampe (mit handbetriebenem Akku)
- Kleines Taschenmesser
- Outdoor Messer
- Evtl. kleiner Klappspaten mit Gürteltasche
- Tactical Axt
- Machete
- Leere, ausgewaschene Konservendose (als Trink- oder Kochgefäß)
- Etwas Notnahrung (Müsliriegel, Trockenfrüchte, Tütensuppen, Schokolade)

Und noch ein Artikel sollte in keinem Fluchtrucksack fehlen; und zwar Kondome. Es geht keineswegs darum in einer Krisensituation auf ein wenig Spaß vorbereitet zu sein wie Sie nun vielleicht denken mögen. Nein, solche Kondome sind einfach derart vielseitig einsetzbar, dass sie nicht fehlen dürfen. Man kann in ihnen Sachen wasserdicht verschließen, man kann damit Wasser transportieren, man kann sie als hoch belastbares Gummiband nutzen, aber auch zur Not als Einmalhandschuh nutzen. Dies sind nur einige wenige Beispiele wie vielseitig ein Kondom genutzt werden kann. Dabei ist es klein und wiegt nichts.

14. Tarnung in der Stadt, Großstadt in einer Krisensituation (nach oben)

Während eine hochwertige Ausrüstung in der Wildnis durchaus Sinn macht zieht der Besitz eben solcher in einer Krisensituation in der Stadt eher Plünderer an bzw. weckt bei anderen Menschen die nichts haben und verzweifelt sind eher Begehrlichkeiten. Beispiel: Sitzt man am Straßenrand  und trinkt einen Schluck Wasser aus einer guten Campingflasche fällt man eher auf als wenn man sein Wasser aus einer alten evtl. noch verbeulten Konservendose trinkt. Hat man vorher seinem Trinkwasser einen Tropfen graue Lebensmittelfarbe hinzugefügt damit es wie Schmutzwasser aus einer Pfütze aussieht käme niemand auf die Idee man wäre im Besitz frischen Trinkwassers.

Auch mit diversen Verhaltensweisen die in der Natur Sinn machen fällt man in der Stadt eher auf. So sei hier z. Bsp. geducktes Gehen erwähnt. Sinnvoller ist es das durch die Gebäude in einer Stadt verursachte Schattenspiel auszunutzen. Dabei sollte man sich aber nicht ängstlich in jeden Gebäudeschatten ducken. Trotzdem sollte man bei der Fortbewegung unauffällig jede Möglichkeit der Deckung (Häuserschatten, Hauseingänge) nutzen und die Lage aufmerksam sondieren.

Verhalten Sie sich unterwegs so unauffällig wie möglich.

Neben stabilem Schuhwerk und Jeanshose tragen Sie am besten eine Jacke mit recht vielen Taschen. Die gesamte Kleidung darf ruhig zerschlissen aussehen. Erwecken Sie den Eindruck als hätten Sie schlimmes hinter sich und nichts von Wert dabei was sich für andere lohnen könnte.

Nehmen Sie, wenn auch mit Vorsicht, angebotene Hilfe von anderen Menschen an. Das zeigt Ihnen, dass Ihre Tarnung perfekt ist.

Vermeiden Sie unbedingt Kleidung mit militärischem Aussehen und machen Sie keinesfalls einen aggressiven Eindruck. Die Farbe der Kleidung sollte eher unauffällig sein und etliche graue oder dunkelblaue Töne aufweisen. Sie kennen sicher den Ausdruck, wenn man jemanden als unscheinbare, graue Maus bezeichnet. Das ist jemand der kaum auffällt und einem nicht im Gedächtnis bleibt. Genau das ist die perfekte Tarnung in einer Stadt während einer Krisensituation.

Die bei der Aufzählung unter dem Punkt Fluchtruckack erwähnte Tactical Axt und die Machete sollten Sie immer so transportieren, dass diese beiden Gegenstände nicht offen sichtbar sind. Vermeiden Sie auch unbedingt das Führen aller anderen Arten von Waffen. In diesem Punkt dürften die Ordnungskräfte in einer Krisensituation recht wenig Spaß verstehen.

Meiden Sie nach Möglichkeit Menschenansammlungen und erst recht kleinere Gruppen, die schon von weitem einen aggressiven Eindruck machen.

Bei der Begegnung mit anderen Menschen vertrauen Sie auf Ihre gesunde Menschenkenntnis und Ihr Bauchgefühl. Auch in einer Krisensituation will Ihnen nicht gleich jeder an die Wäsche gehen. Manche Menschen sind sogar froh über ein wenig Kommunikation und Sie können nützliche Informationen bekommen.

Tauschen Sie sich mit anderen vorsichtig aus um in Erfahrung zu bringen wo es die Möglichkeit von sicherer Unterkunft, Wasser und Nahrung gibt, aber auch wo Gefahren lauern.

Wenn möglich bitten Sie andere um ein wenig Hilfe und bieten als Gegenleistung ein Tauschgeschäft an. Als Tauschgegenstände bieten sich oft Feuerzeuge oder Streichhölzer, Schokolade, Zigaretten oder Alkohol an. Medikamente sind in einer Krisensituation wertvoller als Gold! Insbesondere alle rezeptfreien Schmerz-, Fieber, Hustenmittel. Signalisieren Sie aber, dass das weg geben dieser Sachen für Sie schon ein wenig schmerzlich ist, weil Sie selbst nicht genug haben. Auch Dienstleistungen sind oft gefragt, insbesondere wenn man medizinische Kenntnisse oder ähnliches hat.

Auch sollte man ein Mindestmaß an zivilisatorischem Verhalten und Hilfsbereitschaft nicht verlieren.

Seien Sie aber jederzeit misstrauisch sowie verteidigungs- und fluchtbereit!

Vermeiden Sie nach Möglichkeit jeden Kontakt mit Ordnungskräften. Sie wissen nicht wie diese reagieren. Das kann von Zwangsrekrutierung über Wegnahme wichtiger Gegenstände bis zur Kasernierung führen.

In den USA z. Bsp. würden Prepper und Survival Experten im Falle einer nationalen Krise wie Terroristen angesehen und behandelt.

15. Verteidigung, Selbstverteidigung in Urban Survival Situation (nach oben)

Jede Auseinandersetzung die man vermeiden kann ist ein Sieg!

Hier geht es nicht um den durchtrainierten Einzelkämpfer oder Kriminellen der schon zu normalen Zeiten keine Hemmungen hat, sondern um einen ganz normalen Menschen. Besonders Männer neigen oft dazu sich selbst zu überschätzen und den Gegner zu unterschätzen.

In einer echten Krisensituation mit schlimmsten Ausschreitungen und Plünderungen kann das sehr schnell tödlich enden. Aus diesem Grunde gilt es soweit möglich jede Auseinandersetzung zu vermeiden. Auch ist zu befürchten, dass in einer schweren Krisensituation Banden die Straßen in einer Stadt unsicher machen werden.

Es geht also schlichtweg darum eine Krisensituation in urbanem Umfeld möglichst zu überleben.

Wirklich kriminelle Gestalten interessieren sich bereits in "normalen" Zeiten nicht dafür was legal oder illegal ist. Was glauben Sie wie die sich erst in einer Krisensituatioon verhalten wenn die Ordnungskräfte eh schon massiv überfordert sind und der Lage kaum Herr werden.

Nochmal: Vermeiden Sie nach Möglichkeit jede Auseinandersetzung! Sie sind weder Rambo noch Superman.

Vergessen Sie auch den groben Unfug mit Pfeil und Bogen oder Armbrust. Wer damit nicht mindestens zwei mal wöchentlich ernsthaft trainiert hat keine Erfahrung im Umgang mit solchen Waffen. Damit sehen Sie höchstens aus wie eine Karrikatur von Robin Hood oder Wilhelm Tell.

Und wer täglich aufmerksam die Nachrichten in den Zeitungen liest sollte wohl wissen wie viele illegale Waffen in Umlauf sind und von Menschen genutzt werden, die absolut keine Hemmungen haben. Als normaler Bürger haben Sie dagegen absolut keine Chance.

Ferner haben die meisten Waffen den Nachteil, dass sie jeder sofort als Waffen identifiziert und Sie von vornherein als Bedrohung wahr genommen werden.

Wesentlich interessanter sind Waffen, die nicht sofort als solche erkennbar sind. Doch auch damit muss man regelmäßig üben um solche Waffen sicher zu beherrschen.

Besser Sie verlieren Ihr Hab und Gut als Ihr Leben!

Doch kommen wir zunächst mal zu den möglichen Szenarien einer Verteidigungssituation:

1. Sie befinden sich in Ihrer Wohnung
2. Sie befinden sich in Ihrem Notversteck
3. Sie sind zu Fuß in bekannten Gelände unterwegs
4. Sie sind zu Fuß in unbekannten Terrain unterwegs
5. Sie sind zu Fuß auf der Flucht und haben Ihr Fluchtgepäck dabei

A. Verteidigungssituation auf Distanz
B. Selbstverteidigung im Nahkampf

I. Nur ein Angreifer
II. Mehrere Angreifer

In Ihrer Wohnung, dem Notversteck oder unterwegs in bekanntem Gelände nutzen Sie Ihren "Heimvorteil". Seien Sie immer bereit sich zu verstecken um nicht entdeckt zu werden oder unentdeckt zu fliehen.

Bei der Begegnung mit anderen Menschen schätzen Sie diese ab und rechnen sich Ihre eigenen Chancen aus. Das muss blitzschnell gehen.

Auch wenn Sie bei einem oder mehreren Angreifern keine Waffen sehen gehen Sie immer davon aus, dass Ihr Gegner bewaffnet ist!

Rechnen Sie bei mehreren Tätern immer damit, dass diese sich gegenseitig hochschaukeln und einer brutaler sein will als der andere um sich hinterher mit seiner Tat zu brüsten.

Es gibt in einer Krisensituation zwei Arten von Tätern. Ersterer ist verzweifelt und "nur" auf der Suche nach Wasser, Nahrung oder anderen dringend benötigten Sachen. Auch wenn dies der harmlosere Typ ist sollten Sie Menschen die völlig verzweifelt sind nicht unterschätzen. Stellen Sie sich einfach mal vor, ein Kind von Ihnen ist schwer krank, ärztliche Hilfe gibt es nicht in der Krisensituation und nun begegnet Ihnen jemand der genau die Medikamente hat die Sie benötigen. Wie weit wären Sie bereit zu gehen? Genau das gilt auch für alle anderen Menschen in einer Krisensituation.

Der zweite Tätertypus ist mehr der Kriminelle, der sich schon in normalen Zeiten nicht um Gesetze oder das Wohl anderer Menschen schert. Dieser will in solch einer Situation die Gunst der Stunden nutzen und geht als Plünderer auf Raubzug. Er verlässt sich in einer Krisensituation darauf, dass ihm seitens der Polzei keine Gefahr droht und seine Taten eh unentdeckt bleiben. Schließlich gibt es in einer echten schweren Krisensituation mehr als genug Menschen die ohne Fremdeinwirkung auf der Strecke bleiben.

Mit ein wenig Menschenkenntnis kann man beide Tätertypen meist unterscheiden. Ersterer dürfte beim Einbrechen und Plündern oder Ausrauben anderer Menschen wohl weniger geübt sein als der zweite Tätertyp und deshalb entsprechend unsicherer. War er allerdings bereits erfolgreich, dann dürften alle Dämme brechen und dieser Täter ist wesentlich gefährlicher als der Berufskriminelle.

Dem Berufskriminellen geht es nicht in erster Linie um eine Auseinandersetzung, sondern darum so gefahrlos wie möglich an Ihr Hab und Gut zu kommen. Er kennt die Risiken einer Auseinandersetzung und versucht diese zu minimieren.

Ein Patentrezept kann man für derartige Situationen leider nicht geben. Verlassen Sie sich ein wenig auf Ihr Bauchgefühl. Sollte es allerdings zu einem Kampf kommen, dann kämpfen Sie immer so als ginge es um Ihr Leben. Seien Sie immer etwas brutaler als der andere. Ihr Gegenüber muss schnell merken, dass selbst wenn er gewinnen sollte es sich dabei um einen Phyrrhusieg handelt. Merkt Ihr Gegenüber, dass Sie bis zum Äußersten entschlossen sind dann ist die Wahrscheinlichkeit recht groß, dass der Angreifer aufgibt und flieht. Wie bereits an anderer Stelle erwähnt ist eine Verletzung in einer Krisensituation so ziemlich das schlimmste was einem passieren kann.

Meist kann man auch bzw. gerade in einer Krisensituation recht einfach feststellen ob ein anderer Mensch einem wohl gesonnen ist oder nicht. Möchten Sie den Kontakt meiden schlagen Sie einfach eine andere Richtung ein. Am Verhalten des anderen merken Sie relativ schnell ob der Andere oder die Anderen Sie ausplündern wollen.

Harmlose Menschen die Hilfe benötigen sprechen einen bereits aus einiger Entfernug an wenn sie merken, dass man ausweicht. Folgen die anderen Ihnen absichtlich dann stellen Sie sich innerlich bereits auf einen Kampf ein. Um diesen evtl. doch noch zu vermeiden sprechen Sie den bzw. diejenigen einfach aus der Distanz heraus an.

Ich will es noch mal erwähnen: Sie sollten zwar nach Möglichkeit einen Kampf vermeiden; ist dieser aber unausweichlich, dann vergessen Sie alle zivilisatorischen Regeln und insbesondere irgendwelche Gesetze. Selbst wenn es nach einer Krise zu juristischen Aufarbeitungen kommen sollte. Erstens haben Sie sich "nur" verteidigt und zweitens: Besser von Drei gerichtet als von Sechs getragen!

Bei mehreren Angreifern ist es sinnvoll festzustellen wer der Rädelsführer ist. Machen Sie ihm klar, dass Sie bereit sind Ihr Hab und Gut zu opfern sofern Sie mit heiler Haut davon kommen. Er sollte aber auch gleichzeitig merken, dass eine tatsächliche Auseinandersetzung auch mit Verlusten in seiner eigenen Gruppe einhergehen würde wobei er dann als erster dran glauben sollte.

Sollten Sie über medizinisches Fachwissen verfügen, dann lassen Sie es potenzielle Angreifer sofort wissen. Damit werden Sie vom Opfer zum begehrten Ansprechpartner. Doch auch anderes Fachwissen kann Sie in dieser Situation retten, weil Sie lebend mehr wert sind als tot.

Waffen zur Selbstverteidigung im Urban Survival

Achtung: Die Verwendung der nachfolgend genannten Waffen ist in Deutschland sowohl zur Verteidigung als auch zur Jagd illegal!

Wir reden hier aber nicht von einer normalen Alltagssituation, sondern einem echten Krisenfall. Bei einem 2 bis 3 wöchigen europaweiten Blackout rechnet selbst unsere Regierung mit Toten im oberen sechsstelligen Bereich. Sie möchten sicher nicht einer davon sein. Ebenso gilt das Gewaltmonopol des Staates. Aus diesem Gewaltmonopol leitet sich allerdings auch eine Fürsorgepflicht des Staates gegenüber den Bürgern ab. Und genau diese kann der Staat in einer echten Krisensituation entweder nur kurzfristig oder sogar langfristig nicht mehr erbringen.

Distanzwaffen im Urban Survival

Auf längere Distanz lässt sich mit einer Bola beim Gegner verheerender Schaden mit schwersten Verletzungen anrichten.

Noch gefährlicher ist eine Schlinge. Mit der richtigen Wurftechnik und einem scharfkantigen Stein als Geschoss ist diese Waffe absolut tödlich.

Für alle Skeptiker, die lieber auf konventionelle Waffen setzen: Was nutzt Ihnen die beste  Feuerwaffe oder die beste Armbrust, wenn Sie keine Munition bzw. Pfeile mehr haben?

Ferner haben eine Bola oder Schlinge den Vorteil nicht sofort als Waffe erkannt zu werden. Sollten Ihre Gegner nicht gerade über Schusswaffen verfügen, dann sind Sie mit Bola oder Schlinge eindeutig im Vorteil; und "Munition" findet sich an jeder Ecke. Und spätestens nach dem zweiten Treffer wissen Ihre Feinde, dass mit Ihnen nicht zu spaßen ist und Sie kein leichtes Opfer sind.

Ebenso lässt sich ein kleineres rundes Sägeblatt hervorragend als Shuriken nutzen. Auch in diesem Gegenstand vermutet niemand eine Waffe.

Allerdings müssen Sie auch bei diesen Waffen, insbesondere Bola und Schlinge zunächst üben wie man so etwas aus "Abfall" baut und dann benötigen Sie ausreichendes Training.

Auf mittlere Distanz lässt sich mit einem Feuerzeug in Verbindung mit einer Dose Deodorant oder Haarspray und etwas Geschick ein kleiner Flammenwerfer bauen. Das hilft zwar nicht unbedingt gegen mehrere Angreifer, aber in einer echten Krisensituation dürften auch etliche herrenlose, hungrige Hunde herum streunen. Auch von diesen geht eine nicht zu unterschätzende Gefahr aus!

Waffen für den Nahkampf im Urban Survival

Im Nahkampf sind eine Machete oder ein gutes Kampfmesser die Waffen der ersten Wahl.

Dabei sollten Sie bedenken, dass ein Messer oder eine Machete nichts weiter sind als ein totes Stück Stahl. Erst durch denjenigen der dieses führt und sehr gut beherrscht wird es zur Waffe.

Halten Sie ein Messer immer so, dass die Klinge nach oben zeigt. Sind Sie kleiner als Ihr Gegner, dann machen Sie sich noch kleiner. Bleiben Sie agil und ständig in Bewegung und versuchen den Gegner neben dem Geschlechtsteil von unten nach oben in der Leiste zu treffen. Hier befindet sich die große Beinarterie (Arteria femoralis). Eine Verletzung dieser Arterie endet für den Angreifer tödlich.

Eine Machte sollte meist von oben nach unten in einer 8-Bewegung geschwungen werden. Versuchen Sie dabei den Gegner am Handgelenk zu treffen. Hierdurch machen Sie ihn kampfunfähig und er wird schnell aufgeben.

Versuchen Sie insbesondere aus einer Selbstverteidigungssituation um es mal platt auszudrücken keinen 5-Jahres-Plan zu machen. Erstens müssen Sie damit rechnen, dass Ihr Gegner wesentlich mehr Kampferfahrung hat als Sie und zweitens wird er Ihnen körperlich mit Sicherheit überlegen sein. Niemand sucht sich als Opfer jemanden aus der ihm überlegen ist. Beenden Sie einen Kampf also immer so schnell und konsequent wie möglich.

Wichtig: Ein altes chinesisches Sprichwort aus dem Kung Fu besagt: "Bevor du lernst einen anderen Menschen zu verletzen lerne zuerst einen Menschen zu heilen". Das bedeutet: Nur wer genau weiß wie etwas funktioniert bzw. wie man etwas repariert ist auch in der Lage es so effektiv wie möglich zu zerstören. Lernen Sie also alles über die Anatomie und Physiologie des menschlichen Körpers!

Übungen für den waffenlosen Nahkampf finden Sie unter dem Punkt Fitness.

Passive Sicherheit im Urban Survival

Als beste passive Sicherheit bietet sich eine stich- und kugelsichere Weste an. Die Kosten dafür belaufen sich zwar so ab 200 € aufwärts, allerdings ist das gut investiertes Geld.

Solch eine Weste dürfte Sie zwar nicht vor einem Beschuss durch eine Kalaschnikow oder ein Sturmgewehr schützen, gegen eine Pistole oder einen Revolver bis zum Kaliber 45 sind Sie aber relativ gut geschützt. Achtung: Auch wenn man durch die Weste gut geschützt ist, so ist der Aufprall einer Kugel ab Kaliber 9 mm schon sehr heftig und kann Sie von den Beinen hauen. Sie werden also als ungeübter, nicht gerade durchtrainierter Mensch wenn es schlecht läuft eine Weile kampfunfähig sein!

Da solch eine Weste unter der Kleidung getragen wird ist sie für andere Personen nicht sichtbar und schränkt Sie auch nicht in Ihrer Bewegungsfreiheit ein.

Meistens wird Ihr Gegner auf die größte Körperfläche zielen, und das ist nun mal der Oberkörper. Nur Polizeibeamte oder Soldaten sind derart im Umgang mit Schusswaffen geübt, dass es ihnen gelingt einen Gegner ins Bein oder beim finalen Rettungsschuss in den Kopf zu treffen.

Weitere nützliche Gegenstände zur passiven Sicherheit sind ein Motorradhelm und eine Rugby oder Eishockey Ausrüstung. Aber auch schnitt- und stichfeste Handschuhe sind sehr nützlich.

Und denken Sie immer daran: Jede Auseinandersetzung die Sie vermeiden können ist ein Sieg. In einer schweren Krisensituation verletzt zu werden ist das absolute worst case!

16. Kommunikation im urbanen Umfeld in einer Krisensituation (nach oben)

Bei bürgerkriegsähnlichen Ausschreitungen dürften die Stromnetze und somit Telefonverbindungen und Internetzugänge funktionstüchtig bleiben. Halten Sie per Handy regelmäßig Kontakt zu Ihren Angehörigen und informieren Sie sich über die Medien zeitnah nach dem Stand der Dinge. Versuchen Sie über die Medien so viele Informationen wie möglich zu erhalten. Dabei können Sie neben den Mainstream Medien natürlich auch auf alternative Nachrichtenportale zurück greifen. Bleiben Sie aber bei allem was sie lesen skeptisch und fallen Sie nicht auf Fake News herein. Nutzen Sie grundsätzlich alle Möglichkeiten um an Informationen zu gelangen.

Sorgen Sie auch unterwegs permanent für ausreichend Akku Ladung auf Ihrem Smartphone und lassen die Option mobile Datendienste eingeschaltet, auch wenn das den Akku stark belastet. In einer Krisensituation ist die Kommunikation und der Erhalt von Informationen besonders wichtig. Um permanent über ausreichend Akku Ladung zu verfügen bietet es sich an eine zusätzliche Akku Bank und natürlich das USB Ladekabel bei sich zu haben.

Inzwischen haben sich in einigen sozialen Netzwerken auch Notfallmaßnahmen bei terroristischen Anschlägen etabliert. Unter dem Hashtag #opendoors bzw. @OpenDoors finden Sie unterwegs Möglichkeiten einen sicheren Ort aufzusuchen. Ebenso haben Sie über die sozialen Netzwerke in solchen Situationen die Möglichkeit Ihre Angehörigen zu informieren wie es Ihnen geht.

Bei einem Blackout dürften die Handy Netze zwar noch eine Zeitlang funktionieren, da alle Betreiber über Notstromversorgung verfügen. Allerdings kann davon ausgegangen werden, dass die Netze hoffnungslos überlastet sein werden und deshalb in kurzer Zeit zusammenbrechen.

In solch einem Fall lässt sich die Kommunikation innerhalb einer Stadt nur noch durch CB Funk aufrecht erhalten. Zum Betrieb einer CB Funk Anlage sollten Sie entweder über ein Notstromaggregat oder eine ausreichend starke Solarzelle mit Solarakku und Spannungswandler verfügen.

Ein Hand CB Funkgerät lässt sich natürlich auch über Batterie oder Akkus betreiben. Solche Geräte halte ich für die bessere Wahl, weil man damit mobil ist. Diese Geräte haben eine Reichweite von ca. 20 bis 30 KM. Das ist allerdings davon abhängig wie hoch Ihr Standort ist und ob Sie nicht zuviele Gebäude um sich haben die die Strahlung des Funkgerätes behindern. Suchen Sie also mit einem Hand Funkgerät zur Kommunikation immer einen höher gelegenen Platz.

Auf kurze Entfernung (z. Bsp. zur Kommunikation innerhalb einer Gruppe) eignen sich auch PMR Funkgeräte.

Zum Schutz vor Plünderern kann man innerhalb der Nachbarschaft auch Lichtsignale mit Taschenlampe vereinbaren, was aber nur bedingt möglich ist da man dafür natürlich im Sichtbereich sein muss.

In Krisenzeiten werden von staatlicher Seite auch Mitteilungen über Radiosender an die Bürger versandt. Um durch Radiomeldungen auf dem Laufenden zu bleiben empfiehlt sich die Anschaffung eines sog. Kurbelradios. Dieses hat einen Akku, welcher durch eine Handkurbel oder eine integrierte Solarzelle aufgeladen wird. Dadurch sparen Sie sich den Kauf und das Horten von Batterien.

Für Smartphones gibt es inzwischen die kostenlose App Katwarn. Über diese werden Sie von staatlicher Seite bei Gefahrenlagen informiert. Auf der Seite katwarn.de finden Sie auch einen QR-Code den Sie einscannen können um die App herunter zu laden. Diese Warn App gibt es für Apple, Android und Windows Smartphones.

17. Survival Psychologie und Fitness als beste Krisenvorsorge (nach oben)

Psychologie

Gerade das Thema Notfallpsychologie ist in einer Survival Situation eines der schwierigsten überhaupt.

Jeder Mensch ist anders veranlagt und kann nicht aus seiner Haut heraus wie man so schön sagt.

Während der eine in einer Krisensituation so richtig aufdreht wird der andere passiv und resigniert. Beides ist gefährlich, denn Ersterer verausgabt sich unter Umständen sehr schnell und Zweiterer ergibt sich in sein Schicksal. Solange man nicht in einer derartigen Situation war kann man natürlich nicht wissen wie man wirklich reagiert.

Hilfreich ist es mindestens einmal, besser zwei mal pro Monat eine "Notfallübung" durchzuführen. Während dieser "Notfallübung" sagen Sie sich in Gedanken immer wieder "Ich werde diese Situation meistern und überleben!" Dieser Satz muss im Notfall zu Ihrem Dogma werden.

Dadurch werden viele Handgriffe und Verhaltensweisen zu einem Automatismus und man reagiert im Falle eines Falles wie ein Uhrwerk.

Das ist auch der Grund, warum bei allen Militärs der Welt viele als unsinnig empfundene Übungen durchgeführt werden. Es geht schlichtweg darum solche Automatismen in der Psyche zu erzeugen.

Rufen Sie sich einfach mal ins Gedächtnis wie Sie beim Autofahren als Fahranfänger reagiert haben und wie Sie nun nach vielleicht einigen Jahren Fahrpraxis reagieren. Sie werden feststellen, dass Sie durch das ständige Wiederholen in den meisten Situationen automatisch reagieren ohne nachdenken zu müssen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist in einer Krisensituation die Sorge um die Angehörigen und engen Freunde. Besteht eine Chance sie zu retten ohne sich selbst in Gefahr zu bringen kann man natürlich den Versuch unternehmen. Ist das nicht möglich, dann geht die eigene Sicherheit vor; so hart das auch klingt. Es nutzt Ihren evtl. überlebenden Angehörigen absolut nicht wenn Sie selbst den Versuch solch einer Rettung nicht überleben.

In einem extremen Kriegs- oder Bürgerkriegsszenario kann Meditation und Autogenes Training hilfreich sein. Schließen Sie psychisch mit allem ab was Ihnen lieb und teuer ist. Lassen Sie alles weltliche hinter sich und konzentrieren Sie sich nur auf das nackte Überleben!

Ein altes Samurai Sprichwort sagt: Die am Leben festhalten werden sterben und die den Tod verachten werden leben.

Auch wenn ich nur höchst ungern aus Action Filmen zitiere, doch gerade auf ein Bürgerkriegsszenario oder totale Anarchie auf den Straßen bei einem europaweiten Blackout trifft dieser Satz leider zu 100% zu: Um den Krieg zu überleben muss man selbst zum Krieg werden (Rambo Teil II).

Das bedeutet nicht, dass Sie gleich jedem der Ihnen über den Weg läuft den Schädel einschlagen sollen! Werden Sie aber hart. Tauschen Sie z. Bsp. aus Ihrem eigenen Fundus nur, wenn Sie dafür etwas erhalten dass Sie weiter bringt. Mitleid wäre hier völlig fehl am Platze, da solches Verhalten Ihre eigene Situation verschlechtern könnte. Seien Sie jedem gegenüber misstrauisch; insbesondere den Ordnungshütern. Unter dem Vorwand der Beschlagnahme könnte es sein, dass diese auch nur ihre eigene Situation verbessern wollen!

Als gute Übung für den Ernstfall gehen Sie einfach mit offenen Augen durch die Welt und versuchen andere Menschen die Ihnen begegnen einzuschätzen. Interessant ist diese Übung wenn man noch mit jemand anderem unterwegs ist und der das gleiche macht. Tauschen Sie sich über Ihre Beobachtungen aus um zu sehen ob ein anderer die Menschen die Ihnen so begegnen genau so einschätzt wie Sie.

Fitness

In einer schweren Krisensituation werden alte, kranke und schwache Menschen meist zuerst auf der Strecke bleiben und Opfer unangenehmer Zeitgenossen, da sie körperlich nicht in der Lage sind sich dagegen zu erwehren.

Ein knallhartes Trainingsprogramm oder auch effektiver Kampfsport wie beispielsweise Krav Maga oder MMA (Mixed Martial Art, sog. Käfig Fighting) ist aufgrund der körperlichen Nachteile oftmals nicht möglich.

Mit einigen auf die körperlichen Nachteile abgestimmten Übungen kann man sich aber sehr wohl darauf vorbereiten und in der Lage sein soviel Gegenwehr zu leisten, dass der bzw. die Täter von ihrem Vorhaben abrücken und man selbst als "Sieger" aus einem Konflikt hervor geht.

Die Übungen mögen für einen jungen, gesunden Menschen vielleicht lächerlich anmuten, allerdings ist man als Mensch mit körperlichem Handycap in der Lage sie auszuführen. Dabei handelt es sich um Übungen zum Muskelaufbau, Ausdauertraining, Reaktionstraining und zur Abhärtung aus dem Shaolin Kung Fu und dem traditionellen Togakure Ninjutsu.

Besorgen Sie sich zuerst einige Hilfsmittel:

- Gewichtmanschetten
- Kurzhantel Set
- Einen in der Mitte durchgesägten Besenstil
- Eine 1 Liter PET Flasche mit Wasser gefüllt)
- Kleines Kirschkernkissen
- Einen Eimer voll Quarzsand

Machen Sie jede Übung drei mal wöchentlich für ca. 10 Minuten. Das reicht aus um die Muskulatur effektiv aufzubauen, sich abzuhärten und die Reaktion zu verbessern.

Die Blöcke zur Abwehr und Schlagtechniken führen Sie bitte sehr langsam aus. Bis sich die Neuronen im Gehirn vernetzt haben und Sie eine Technik im Schlaf beherrschen muss man diese mindestens 1.000 Mal ausgeführt haben.

ACHTUNG: Die Schlagtechniken dürfen nicht in Alltagssituationen eingesetzt werden, außer es geht um Ihr Leben. Es handelt sich dabei ausschließlich um Techniken, die dem Gegner schwerste Verletzungen zufügen oder ihn sogar töten können.

Im Karate nennt man solche Schläge Atemi, im Kung Fu heißen sie Dim Mak.

Beschränken Sie sich auf nur wenige unterschiedliche Block- und Schlagtechniken die in einer Verteidigungssituation tatsächlich so vorkommen können. Sie wollen sich schließlich nur auf eine Krisensituation vorbereiten und nicht beim nächsten internationalen Kumite teilnehmen.

Übungen mit Gewichtmanschetten

Binden Sie sich Gewichtmanschetten um Ihre Sprunggelenke. Halten Sie sich am besten an einem stabilen Tisch feste und heben abwechselnd die Füße. Weiterhin können Sie mit diesen Gewichtmanschetten auch in Ihrer Wohnung auf und ab gehen. Dadurch stärken Sie langfristig Ihre Beinmuskulatur.

Binden Sie sich Gewichtmanschetten um Ihre Handgelenke und heben Sie abwechselnd Ihre Arme. Dadurch stärken Sie die Armmuskulatur.

Halten Sie die Hände offen und bewegen diese abwechselnd nach vorne, so als wenn Sie jemandem mit den Fingerspitzen ins Auge oder den Kehlkopf stechen wollten. Stellen Sie sich dabei vor Ihrem geistigen Auge einen imaginären Gegner vor, dem Sie tatsächlich in die Augen oder den Kehlkopf stechen. Führen Sie die Bewegungen anfangs langsam aus, damit Ihr Gehirn die Bewegungsabläufe lernt.

Ebenso führen Sie mit den Gewichtmanschetten an Ihren Handgelenken Abwehrbewegungen aus. Stellen Sie sich wieder vor ein Gegner will Sie schlagen und Sie blocken dessen Schlagbewegung ab.

Übung mit einem Eimer voll Quarzsand

Füllen Sie einen Eimer mit Quarzsand. Stechen Sie nun abwechselnd mit Ihren Fingern hinein. Führen Sie diese Bewegungen langsam und vorsichtig aus, um sich nicht die Finger zu brechen.

Sind Ihre Finger später abgehärtet können Sie auch schneller und heftiger in den Sand hinein "stechen". Stellen Sie sich dabei auch wieder einen imaginären Gegner vor, dem Sie mit den Fingerkuppen den Kehlkopf zertrümmern.

Diese Übung können Sie auch bequem im Sitzen ausführen.

Übungen mit einem kleinen Kirschkernkissen

Legen Sie das Kirschkernkissen auf einen Tisch. Nun schlagen Sie mit der flachen Hand abwechselnd jeweils Innen- und Auseite der Hand darauf. Anfangs sehr vorsichtig, später mit größerer Wucht. Dadurch härten Sie Ihre Hände optimal ab, bauen Muskulatur in den Schultern und Armen auf und sind später in der Lage Ihren Gegner ziemlich hart zu treffen.

Ballen Sie für die nächste Übung die Fäuste und schlagen nur mit den Knöcheln auf das Kirschkernkissen. Dadurch bauen Sie ebenfalls Ihre Muskulatur auf und härten auch die Knöchel für effektive Faustschläge ab.

Übung mit in der Mitte durchgesägtem Besenstil

Halten Sie den Besenstil an Ihre Schienbeine und rollen ihn rauf und runter. Am Anfang vorsichtig, da diese Übung sonst zu schmerzhaft ist. Später mit immer stärkerem Druck. Das dient dem Knochenaufbau und härtet die Schienbeine ab falls Sie mal einen Schlag oder Tritt darauf bekommen.

Legen Sie nun den Besenstil auf den Boden, knien sich davor und verfahren ebenso mit Ihren Unterarmen. Rollen Sie den Besenstil mit den Unterarmen vor und zurück. Anfangs wieder vorsichtig, später mit höherem Druck.

Übung mit der 1 Liter PET Flasche

Füllen Sie die PET Flasche mit Wasser. Ein Liter Wasser wiegt ein Kilogramm.

Halten Sie die Flasche mit einer Hand nur mit den Fingerspitzen nach vorne. Lassen Sie mit der Hand nun die Flasche los und greifen Sie diese bltzschnell mit der anderen Hand. Ebenfalls nur mit den Fingerspitzen.

Stellen Sie sich vor Sie hätten keine Hände, sondern Adlerklauen. Nach einiger Zeit wenn Sie diese Übungen beherrschen können Sie die Geschwindigkeit erhöhen. Stellen Sie sich ab dem Zeitpunkt bei der Übung vor, Sie würden einen Angreifer wie mit einer Adlerklaue an den Kehlkopf fassen und mit maximaler Kraft zu drücken.

Übungen mit dem Kurzhantel Set

Besorgen Sie sich ein Kurzhantel Set. Meist sind bei diesen Sets Anweisungen für verschiedene Übungen dabei.

Führen Sie die Übungen nur soweit aus, wie es Ihnen mit eventuellen körperlichen Einschränkungen möglich ist.

Auch wenn die Übungen dadurch nicht korrekt ausgeführt werden, so reicht das dennoch für einen Muskelaufbau aus.

18. Haltbare Lebensmittel, nützliche Gegenstände, Tauschartikel als Krisenvorsorge (nach oben)

Welche Artikel aus Ihrem Vorrat sich als Tauschobjekt oder Handelsware eignen hängt insbesondere von der Art einer Krisensituation ab.

Während in einer Epidemie oder Pandemie insbesondere Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel nachgefragt werden, dürften es bei einem Blackout wohl eher Kerzen und Campingkocher mit dazugehörigen Gaskartuschen sein.

Da sich wohl niemand eine große Lagerhalle vollgestopft mit allen möglichen Sachen leisten kann sollen unter diesem Menüpunkt hauptsächlich Gegenstände genannt werden, die sich in fast jedem Krisenszenario gut tauschen lassen.

Edelmetalle als Krisenvorsorge im Urban Survival

Bei Edelmetallen zur Krisenvorsorge eignen sich Gold, Platin und auch Silber als Münzen aber auch Barren in kleineren Stückelungen.

Während sich Gold und Platin gut für größere Augaben wie z. Bsp. für eine Flucht (Beschaffung von Papieren bzw. Dokumenten) eignen kommt Silber eher zur Beschaffung von Lebensmitteln als Tauschobjekt in Frage. Wohl niemand würde ein Brot mit einem Goldbarren bezahlen.

Edelmatalle sollte man nur beim Juwelier oder einer Bank erwerben. Zwar gibt es auch Online Händler die Edelmetalle anbieten, allerdings ist hier Vorsicht geboten. Zu groß ist die Gefahr einen Reinfall zu erleben.

Beim Tausch sollte man dem Tauschpartner niemals die Menge über welche man verfügt offenbaren, da die Gefahr besteht ausgeraubt zu werden.

Auch kann es passieren, dass in einer Krisensituation der Besitz von Edelmetallen von staatlicher Seite beschränkt wird.

Hygieneartikel als Krisenvorsorge im Urban Survival

Hygieneartikel gehören mit zu den ersten Artikeln die in einer Krisensituation als erstes gehamstert werden. Wer nicht rechtzeitig vorsorgt hat das Nachsehen. In Abhängigkeit von der im Haushalt lebenden Anzahl der Personen sollte also immer ein Vorrat für ca. zwei Monate vorhanden sein.

Insbesondere gehören dazu Toilettenpapier, Feuchttücher, Seife, Einmalrasierer und Rasiercreme sowie evtl. Deodorant.

Diese Artikel sollte man auch nur mit Bedacht tauschen und wenn dann auch nur, sofern man etwas dafür bekommt was man wirklich dringend benötigt. Es nutzt Ihnen nichts, wenn Sie solche Artikel weg geben und dann selbst nichts mehr haben wenn es benötigt wird.

Schutzausrüstung als Krisenvorsorge im Urban Survival

Um für alle möglichen Krisenszenarien gewappnet zu sein sollte man über ausreichende Schutzausrüstung verfügen.

Während für eine Epidemie, Pandemie oder starker Luftverschmutzung durch einen Großbrand noch Schutzmasken der Klasse FFP 3 ausreichen kommt man bei einer atomaren Verseuchung damit nicht weit. In solch einem Falle benötigt man eine ABC Maske nebst Anzug mit Stiefel und Handschuhen. Beides lässt sich bei Online Händler relativ günstig erwerben. Dabei handelt es sich meist um überlagerte Armee Bestände, welche aussortiert wurden.

Ebenso gehört ein einfacher, stabiler Regencape dazu um sich bei Niederschlag vor herab regnenden im Regen gelösten Stoffen zu schützen, was beispielsweise bei größeren Unfällen in Chemiewerken der Fall sein kann.

Da man nicht wissen kann, ob man während einer Krisensituation die Wohnung verlassen und ein Notversteck im Freien aufsuchen muss empfiehlt sich für diese Situation ein vernünftiger Schlafsack, der bis zu Außentemperaturen von -20 Grad geeignet ist. Zusätzlich sollte man noch eine wetterfeste Abdeckplane haben um sich vor Regen schützen zu können.

Zum Bau eines Notverstecks im Freien benötigt man eine Machete um Äste abschlagen zu können, eine Tactical Axt sowie einen vernünftigen Klappspaten.

Alkohol und Zigaretten als Krisenvorsorge im Urban Survival

Alkohol und auch Zigaretten bzw. Tabak gehen in einer schweren Krise immer. Ebenso begehrt sein dürften nachfüllbare Feuerzeuge und das dazu gehörige Feuerzeug Gas.

Speziell was Alkohol angeht ist im Vorteil wer eine kleine Destille besitzt. Um Vergiftungen beim Tauschpartner zu vermeiden sollte man sich aber bereits im Vorfeld ein wenig mit der Destillation von Alkohol auskennen.

Medikamente als Krisenvorsorge im Urban Survival

Medikamente sind in einer echten Krisensituation wertvoller als alles Gold der Welt. Zu nennen wären hier an erster Stelle Schmerzmittel und Antibiotika. Doch auch Verbandmaterial und Medikamente für chronisch kranke Menschen dürften immer gute Tauschartikel sein.

Bei solchen Tauschgeschäften solte man insbesondere was Medikamente angeht niemals Diagnosen oder Therapievorschläge abgeben. Das könnte schnell nach hinten los gehen, wenn die Diagnose falsch war oder das entsprechende Medikament nicht den vom Tauschpartner erhofften Erfolg hat.

Geben Sie also nur das ab, was explizit nachgefragt wird und halten sich ansonsten zurück. Selbst wenn Sie über medizinische Kenntnisse verfügen sollten behalten Sie diese beim Tauschgeschäft besser für sich.

Haltbare Lebensmittel als Krisenvorsorge im Urban Survival

Bei haltbaren Lebensmitteln dürften in einer Krisensituation vor allen Dingen Baby Nahrung oder Diät Lebensmittel  sehr gute Tauschobjekte sein.

Wer ein kleines Kind hat oder unbedingt auf Diät Lebensmittel angewiesen ist dürfte dafür recht hohe Preise bezahlen. Achten Sie in diesen Fällen darauf, dass diese Lebensmittel nicht vom Haltbarkeitsdatum her abgelaufen sind. Sollte dies der Fall sein, dann sagen Sie das ehrlich und gehen mit Ihren preislichen Forderungen etwas herunter. So lassen sich auch noch abgelaufene Sachen gut an den Mann bringen.

Allgemeines zu Tauschgeschäften und Schwarzmärkten in einer Krisensituation (nach oben)

In nahezu allen Kriegen und Nachkriegszeiten entwickeln sich ganz allgemein sehr schnell Schwarzmärkte für alle möglichen Gegenstände.

Diese Schwarzmärkte sind den Staaten und Ordnungshütern allerdings oft ein Dorn im Auge und es wird mit Sicherheit versucht diese zu unterbinden.

Sollte man erwischt werden, dann können empfindliche Bußgelder bis hin zur Inhaftierung erfogen. Dass die Ware beschlagnahmt wird dürfte sich von selbst verstehen. Aus diesem Grunde solte man seine Tauschartikel immer sicher deponieren und ohne diese zum Schwarzmarkt gehen. Ist ein Geschäft abgeschlossen, dann kann man für den Tauschhandel einen sicheren Ort wählen. Dieser sollte so gelegen sein, dass man über ausreichend Fluchtmöglichkeit verfügt, falls der Tauschpartner unlautere Gedanken hegt. Auch sollte man seine Tauschartikel nicht alle in einem Versteck hinterlegen, sondern sich mehrere Depots anlegen. Fällt man auf einen unlauteren Tauschpartner ein, dann ist wenigstens nur ein kleiner Teil des eigenen Fundus verloren.

Doch auch durch Pandemien oder einen europaweiten Blackout kann es passieren, dass sich durch unterbrochene Lieferketten sehr schnell Schwarzmärkte entwickeln oder die Preise bei Online Händlern geradezu explodieren. Hierbei sollte man mit seiner Preisvorstellung allerdings nicht überteiben, da viele Online Portale echten Wucherpreisen sehr schnell einen Riegel vorschieben.

Wichtig: Achten Sie bei allem was Sie tauschen immer darauf, dass der Tauschhandel auch für Sie von Vorteil ist und geben Sie niemals so viel weg, dass Sie selbst anschließend ohne Dinge die Sie brauchen da stehen!

19. Naturheilkunde, Pflanzenheilkunde im Urban Survival (nach oben)

Da dieser Punkt besonders heikel ist habe ich ihn für den Schluss aufbewahrt.

Die Selbstmedikation mit Heilpflanzen kann niemals Ihren Hausarzt und dessen Therapie ersetzen!

Dieser Menüpunkt ist nur für den Fall eines längerfristigen totalen Zusammenbruchs der Gesellschaft gedacht, wenn Sie keinen Arzt mehr erreichen können und Ihnen Ihre Medikamente ausgehen.

Auch können Heilpflanzen niemals die durch Ihren Arzt angeordnete Medikation ersetzen. Haben Sie als chronisch kranker Mensch aber keine Medikamente mehr und können auch keinen Arzt erreichen, dann ist dies als absolute Notlösung gedacht.

Etliche Heilpflanzen können Ihre Beschwerden ein wenig lindern um Sie halbwegs sicher durch die Krise zu bringen und sind wenn es darauf ankommt genau das kleine Quentchen das den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten kann.

Ganz generell ist es so, dass eine gesunde Ernährung etliche Krankheiten zwar nicht heilen aber sehr wohl lindern kann.

Behandlung verschiedener Erkrankungen im Urban Survival

Selbsthilfe bei Vergiftungen oder Magenverstimmungen

In einer schweren Krisensituation kann es passieren, dass man durch den Verzehr abgelaufener Lebensmittel eine schwere Magenverstimmung bekommt oder durch Einnahme ungenießbarer Pflanzen Vergiftungserscheinungen hat. Auch kann es dadurch zu Durchfall mit starker Dehydrierung kommen.

In solch einem Falle ist Holzkohle das Mittel der ersten Wahl.

Sie können Grillholzkohle nehmen oder wenn Sie im Freien ein Feuer zur Nahrungszubereitung gemacht haben auch das abgebrannte Holz einnehmen. Dabei müssen Sie sehr viel Wasser zu sich nehmen um die Giftstoffe aus dem Körper auszuschwemmen.

Die Holzkohle wirkt entgiftend. Vermeiden Sie größere Anstrengungen und ruhen Sie sich aus bis Linderung eintritt.

Da man in dieser Situation leider keine weiteren Möglichkeiten hat sollten Sie den Verzehr von selbst gesammelten Pilzen unbedingt vermeiden. Bei einer Vergiftung durch den Knollenblätterpilz (dieser sieht ähnlich aus wie der Wiesenchampignon) würde nur eine rasche Lebertransplantation Ihr Leben retten. In einer schweren Krisensituation ohne sofortige stationäre Hilfe mit entsprechenden Maßnahmen würden Sie sterben!

Selbstmedikation  für Asthma Patienten

Die Naturheilmittel können zwar nicht Ihre vom Arzt verordnete Medikation ersetzen, allerdings lässt sich hierdurch ein wenig Linderung verschaffen.

So hilft beispielsweise Fencheltee gegen asthmatische Beschwerden. Er wirkt schleimlösend und erleichtert die Atmung.

Starker Kaffee erweitert die Bronchien und erleichtert Ihnen das Atmen.

Ebenso kann man aus Efeu einen Tee aufbrühen. Dieser wirkt entspannend auf die Bronchien und schleimlösend.

Selbsthilfe bei Entzündungen, Schmerzen, Gicht, Arthrose

Gegen Entzündungen und Schmerzen kann man sich einen Tee aus Brennesseln aufbrühen.

Die gleiche Wirkung hat auch Löwenzahn. Er wirkt gegen Rheuma und Arthrose.

Mittel gegen Verstopfung

Eine Krisensituation schlägt vielen Menschen auf den Magen. Während die einen Durchfall bekommen haben die anderen oft Verstopfung. Aber auch durch krisenbedingte falsche Ernährung kann man Verstopfung bekommen.

Dagegen hilft die Wurzel des Rhabarber. Man kann sich davon einen Tee gegen die Verstopfung aufbrühen.

Mittel gegen Blasen- und Nierenbeschwerden

Etliche Pflanzen und Kräuter wirken harntreibend und eignen sich deshalb zur Behandlung von Nieren- und Blasenbeschwerden.

Diese sind erster Stelle die Brennessel, aber auch Petersilie, Wacholder und Birke.

Hilfe bei Bluthochdruck

Gerade Menschen mit zu hohem Blutdruck sind oftmals auf Medikamente angewiesen. Gehen ihnen diese Medikamente aus und man kann keinen Arzt erreichen oder in den Apotheken gibt es nichts mehr, weil diese vielleicht schon geplündert wurden kann man dagegen auch Knoblauch oder Chilli zu sich nehmen.

Abhilfe bei zu niedrigem Blutdruck

Neben dem zu hohen ist auch der zu niedrige Blutdruck gefährlich. Ein zu niedriger Blutdruck kann zu Schwindelgefühl führen und Sie sind wenn es in einer Krise darauf ankommt nicht voll einsatzfähig.

Hiergegen hilft Rosmarin, da es eine den Blutdruck steigernde Wirkung hat.

Pflanzen gegen zu hohen Blutzucker

Wer als Diabetiker auf sein Insulin angewiesen ist hat in einer schweren Krisensituation ein Problem wenn ihm dieses ausgeht und er kein neues bekommen kann.

Gegen zu hohen Blutzucker helfen insbesondere Heidelbeeren und Löwenzahn.

Pflanzliche Mittel gegen Depression in einer Krisensituation

Natürlich reichen pflanzliche Mittel nicht zur Behandlung einer schweren Depression. Dazu bedarf es der Therapie eines Arztes. Allerdings kann man durch verschiedene Pflanzen eine Depression lindern.

Wer in normalen Zeiten keine Probleme hat und nur durch die Krisensituation depressiv ist, dem verschaffen etliche Pflanzen allerdings gute Linderung.

Der Duft von Rosenblättern und deren ätherischen Ölen wirkt entspannend und antidepressiv.

Ebenso hilft Baldrian, Lavendel und Melisse. Man sollte also zur Krisenvorbereitung auch Baldriantropfen oder Kapseln, aber auch Melissentee immer im Haus haben.

Heilkundliche Wirkung verschiedener Pflanzen und Kräuter im Urban Survival

Hier sollen nur Pflanzen genannt werden, die in nahezu jeder Stadt wachsen und auch von jedem problemlos identifiziert werden können.

Ebenso werden einige Kräuter aufgelistet, die man ohne großen Aufwand in jedem Garten oder auf dem Balkon ziehen kann.

Diesen Punkt habe ich eingefügt, weil etliche Heilpflanzen und Kräuter bei verschiedenen Beschwerden und Krankheiten Linderung verschaffen.

In jeder Stadt wild wachsende Pflanzen

Efeu

XXX

Brennessel

XXX

Löwenzahn

XXX

Rosenblätter

XXX

Verschiedene Kräuter und Gewürze in der Naturheilkunde

Viele Kräuter und Gewürze lassen sich ohne großen Aufwand im Garten oder auf dem Bakon anbauen.

XXX

XXX

Schlusswort zum Handbuch Urban Survival (nach oben)

Im Bereich des Survival und Prepping gibt es viele unterschiedliche Menschen. Das beginnt mit Menschen die nur Krisenvorsorge betreiben um auf eventuelle Krisensituationen vorbereitet zu sein, aber auch extreme Prepper die dennoch ganz normale Menschen sind und geht hin bis zu Radikalen die eine Krise förmlich herbei sehnen sowie Reichsbürgern.

Aus diesem Grunde werden einige dieser Gemeinschaften auch vom Verfassungsschutz beobachtet.

Halten Sie sich nach Möglichkeit von den meisten dieser Menschen fern um nicht in Kreise hinein gezogen zu werden in denen Sie sich nicht bewegen wollen.

Seien Sie wie unter dem Punkt "Tarnung in der Stadt"  bereits angesprochen die sprichwörtliche "Graue Maus".

Ein Sprichwort aus dem Iga Ninjutsu (Japan) sagt: Einen Ninja hört man nicht, sieht man nicht und wenn er wieder geht weiss niemand ob er wirklich gelebt hat.

 

© Piero Zedda 2020, alle Rechte in allen Medien vorbehalten

Über den Autor:

Piero Zedda, Dortmund, Urban Survival Spezialist

Piero Zedda
Jahrgang 1960
geb. in Dortmund
Staatsangehörigkeit italienisch / deutsch
Ausbildung zum staatl. exam. Krankenpfleger
Weiterbildung zur Stationsleitung
Zusatzqualifikationen im naturheilkundlichen Bereich
Umschulung zum Bankkaufmann
Weiterbildung zum Finanz- und Lohnbuchhalter
Zusatzqualifikation zum Beauftragten nach dem Geldwäschegesetz und Compliance Officer
Weiterbildung zum Sachverständigen für Finanzwesen & Kapitalanlagen
Langjährige berufliche Tätigkeit in beiden Berufen
Survival Spezialist seit den 80er Jahren mit Schwerpunkt Urban Survival
Kampfsporterfahrung seit 1976
- Shotokan Karate
- Shaolin Kung Fu
° Tiger Stil
° Adler Stil
° Schlangen Stil
- Traditionelles Muay Thai

(nach oben)